Allmannsweiler Südost lautet der offizielle Name des Bebauungsplans für Stadtentwicklung und Neubebauung im Bereich der Friedrichshafener Eintrachtstraße. Vom Gemeinderat einstimmig genehmigt nutzten die Allmannsweiler Bürger am Montag die Gelegenheit, sich die Pläne für insgesamt fünf Bauabschnitte bei der Versammlung des Bürgerforums anzuschauen.

"Aus zwei Siegerentwürfen wurden die positiven Teile herausgearbeitet und zusammengeführt", erläuterte Udo Piram, stellvertretender Vorsitzender des Allmannsweiler Bürgerforums. Künftig soll die Zufahrt zur Siedlung über die Neuland- und über die Wittenwiesenstraße erfolgen. "Die 120 neuen Wohnungen werden deutlich mehr Verkehr mit sich bringen", so Piram. Eine weitere, temporäre Zufahrt werde es während der Bauzeit geben, um die Anwohner nicht über Gebühr zu belasten. "Das ist auch im Interesse der Baufirmen", sagte Piram angesichts der relativ schmalen Straßen im Wohngebiet.

Im ersten Bauabschnitt werden die Häuser entlang der Messestraße gebaut. In sie ziehen die Bewohner der maroden Häuser, die anschließend abgerissen werden. Berthold Kwast regte an, für die Eintrachtstraße einen neuen Namen zu finden. "Sie hat einfach einen schlechten Ruf", so Kwast. Mit Blick auf den dritten Bauabschnitt schlug Fred Boneberg vor, Ideen für die Gestaltung der größeren Grünfläche zu sammeln, um sie harmonisch nutzen zu können. Rollen werden die Bagger nach dem Bebauungsplan im nächsten Jahr frühestens 2018.

Georg Behrendt, Vorsitzender des Bürgerforums, betonte, wie positiv es sei, dass die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) in Allmannsweiler baue. "Ein privater Investor hätte noch deutlich dichter gebaut", vermutet er. So seien die Abstände zwischen den geplanten Häusern für heutige Zeiten "ganz in Ordnung". Erreicht habe das Bürgerforum auch, dass anstatt der notwendigen 167 Stellplätze 192 gebaut werden. "Zwei Drittel davon sind in einer Tiefgarage", erläuterte Behrendt.

In der Gemeinderatssitzung sei die Arbeit des Bürgerforums von allen Fraktionen gelobt worden. "Das will ich an Sie alle weitergeben", dankte Behrendt den Allmannsweiler Bürgern für ihr Engagement im Workshop-Verfahren. Als sehr positiv sieht er, dass der Antrag eines Gemeinderatsmitglieds, einen Stadtteil-Kümmerer im Rahmen eines Sozialkonzeptes einzustellen, genehmigt wurde. "Hier ist unsere Heimat, unsere Siedlung", so der Vorsitzende. Ihre Aufwertung sei das Ziel gewesen. "Und das haben wir erreicht."