Friedrichshafen (afr) Um Meilensteine, Innovationen und Perspektiven in der Luftfahrt ging es am Mittwochabend im Restaurant Zeppelin-Hangar beim Treffen der Bodensee-Airea. "Mit seinem eisernen Willen und seiner visionären Kraft legte Ferdinand Graf von Zeppelin das Fundament für den wirtschaftlichen und technischen Erfolg, der im Bereich Luftfahrt hier in dieser Region steckt", sagte Benedikt Otte, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis (WFB). Zeppelin habe es verstanden, Menschen, ihre Ideen und Kompetenzen zusammenzubringen – mit dem Ziel, dass Neues entsteht.

Hier will die Wirtschaftsförderung anknüpfen. "Die Bodensee-Airea ist ein regionaler Verbund von Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen im Luft- und Raumfahrtbereich, die zusammen am Ausbau der Stärken arbeiten, indem sie Kontakte herstellen und Informationen liefern. Wir haben hier rund 8000 Mitarbeiter in der Luft- und Raumfahrt, über 100 Firmen und jeder zweite Job in der Luft- und Raumfahrt in Baden-Württemberg ist hier in der Bodenseeregion", erklärt WFB-Projektleiter Marian Duram.

Eckhard Breuer, der neue Geschäftsführer der Zeppelin-Luftschifftechnik, sprach über die Zukunft des Zeppelin NT, der nicht nur steigende Fluggastzahlen verzeichnet. Der amerikanische Reifenhersteller Goodyear hat 2011 drei Luftschiffe bestellt. Zwei dieser Luftschiffe sind ausgeliefert, das dritte ist im Bau und wird 2018 ausgeliefert. Die Luftschiffe aus Friedrichshafen werden auch im kommenden Jahr für das Helmholtz-Zentrum Geesthacht über der Ostsee unterwegs sein, um Verwirbelungen zu vermessen, die Einfluss auf Ozeanzirkulationen und Nahrungsketten in den Ozeanen haben.

Breuer hat Ideen, wie man den Flugbetrieb auch in den Randzeiten ausbauen kann.

Beim Seehasenfest und beim Uferfest in Langenargen werden Gourmet-Nachtflüge zum Feuerwerk angeboten. "Ich möchte mit dem Zeppelin NT auf Tour gehen", sagte der Geschäftsführer. Er hat dabei Deutschlands schönste Landschaften, Metropolen, die Schweiz und Österreich im Blick. "Mein Ziel ist es, den Zeppelin auch über dem Kölner Dom zu sehen", sagte Breuer. Mirko Hornung, der Vorsitzende Wissenschaft und Technik des Vereins Bauhaus Luftfahrt, betrachtete die Zukunft der Luftfahrt visionär, mit alternativen Kraftstoffen, neuen Antriebskonzepten und vertikal gebauten Flughäfen auf Bahnhöfen, die innerhalb Europas Flüge Tür zu Tür möglich machen könnten.