32 Filme in fünf Tagen, Publikumsgespräche mit Filmemachern, roter Teppich und Riesenorigami: am 21. Februar startet das Filmfestival "Jetzt oder nie". Seit elf Jahren spezialisiert es sich auf Kurz- und Dokumentarfilme junger Filmemacher aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz. "Die ausgewählten Filme haben alle etwas zu sagen, sie sind aber auch sehr unterhaltsam", sagt Festivalleiterin Claudia Engemann. Sie rät, wegen der großen Nachfrage Tickets im Vorverkauf zu besorgen.

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Die Eröffnungsdokumentation "Der Motivationstrainer" erzählt von Jürgen Höller, der als erfolgreicher Lehrer in Sachen Selbstoptimierung wegen Steuerhinterziehung inhaftiert wurde und am Comeback arbeitet. Andere Filme befassen sich mit "Kandidaten" oder dem "Leben vor dem Tod", gucken in "The Cleaners" Menschen zu, die soziale Medien von verbotenen Inhalten befreien, oder beschäftigen sich in "Germania" mit dem Innenleben einer schlagenden Studentenverbindung.

Publikums- und Jurypreis

Die Kurzfilme haben so unterschiedliche Titel wie "Facing Mecca" und "Spider Jazz", Themen wie Freundschaft, Demenz oder Nachtschicht und befassen sich mit missglückten Heiratsanträgen ebenso wie mit Debatten um Flüchtlinge. Sie laufen in drei Blöcken am Samstag, direkt im Anschluss werden im Kiesel die Preise verliehen. Der Publikumspreis ist mit 500, der Jurypreis mit 1500 Euro dotiert. "Luftschiffbau und Filmemachen sind sich ähnlich: Man muss an sein Projekt glauben, den Willen haben, es durchzusetzen, Rückschläge in Kauf nehmen und Geld auftreiben", sagt Kulturbüro-Leiter Winfried Neumann.

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Samstag, Sonntag und Montag laufen Kurzfilme für Kinder ab vier oder sechs Jahren: Zum Beispiel versucht ein langsames Faultier, Eis zu essen, Kinder kümmern sich selbst um einen Weihnachtsmann, ein Jäger jagt mit Kaninchen statt Hund und eine Kaulquappe verpasst die Entwicklung zum Frosch. Im Begleitprogramm wird der Künstler Frank Bölter monumentale Papierfernseher falten. Jeder ist eingeladen, ihm dabei zu helfen.

Karten verkauft das Kulturbüro direkt, über die Vorverkaufsstelle im Graf-Zeppelin-Haus oder beim Sonderverkauf am Donnerstag, 19. Februar, 10 bis 13 und 14 bis 17 Uhr, im Foyer des Medienhauses. Informationen und Programm gibt es im Internet unter kultur-friedrichshafen.de/festivals-foerderpreise/filmtage