Nur langsam rollt der Verkehr auf der B 31 zwischen Friedrichshafen Ost und Eriskirch. Grund dafür sind die seit 9. April laufenden Straßenarbeiten. Der Asphalt muss komplett ausgetauscht werden. Straßenmeister Stefan Müller hat im Gespräch mit dem SÜDKURIER die wichtigsten Zahlen und Fakten zusammengefasst.

Ursprünglich sollte die Bundesstraße am 15. Juni wieder freigegeben werden. "Es läuft aber sehr gut. Wenn das Wetter mitspielt, sollten wir bereits vor diesem Termin fertig sein", erklärt Stefan Müller. Er gehört zusammen mit dem Straßenbautechniker Michael Kindler zur Bauleitung. Müller schätzt, dass die Arbeiten bereits Anfang Juni abgeschlossen werden können. "Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit. Vor allem die Markierungsarbeiten sind bei Regen kaum umsetzbar", erklärt der Straßenmeister.

  • 30 000 Tonnen Asphalt verlegen die Arbeiter während der Sanierung der B 31. "Der Straßenbelag war vorher 18 Zentimeter dick. Jetzt werden es 26 Zentimeter sein", weiß Stefan Müller. Hierfür muss der alte Belag zunächst mit einer großen Fräse entfernt werden. "Mit den Fräsarbeiten werden wir voraussichtlich nächste Woche fertig sein", sagt Müller.
  • 25 Lastwagen pendeln zwischen der Baustelle und den Mischanlagen in Leutkirch und Ingoldingen. "Es gibt dabei keine Leerfahrten. Die Lastwagen bringen das Gemisch für die neue Straße und fahren mit dem abgefrästen Material wieder zur Anlage zurück", sagt Stefan Müller. Denn etwa 50 Prozent der Materialien könnten wiederverwertet werden. Neben den Lastwagen sind noch weitere große Fahrzeuge im Einsatz: Zwei Fertiger, die den Asphalt einsetzen. Ein Beschicker, der diese Fertiger mit Material versorgt. Eine große und eine kleine Fräse, zwei Bagger, ein Grader, Walzen und eine Kehrmaschine. "Das ist eine enorme logistische Leistung, die das Bauunternehmen da stemmt", meint Müller.
  • Etwa 21 Arbeiter befinden sich laut dem Straßenmeister auf der Baustelle. Drei betreuen die Fräsarbeiten und insgesamt zwölf Leute sind für die Asphaltkolonne verantwortlich. "Gearbeitet wird von Montag bis Samstag, in der Regel von 6.30 bis 19 Uhr", sagt Stefan Müller. "Damit komme ich in der Woche auf 60 bis 70 Arbeitsstunden", ergänzt der Polier der Baustelle, Anton Groß.
  • Keine Unfälle habe es während den Arbeiten gegeben. Weder Arbeits- noch Verkehrsunfälle seien Stefan Müller bekannt. "Vielleicht hat es mal einen Auffahrunfall gegeben, aber ansonsten war da nichts Größeres." Ärgerlich sei allerdings, dass vereinzelte Autofahrer Absperrungen ignoriert hätten. "Die standen dann vor der Fräse und starrten verwundert auf ihr Navi."
  • Ab dem 9. Mai soll die Fahrbahn für kurze Zeit beidseitig geöffnet werden. "Bis einschließlich Sonntag räumen wir das Feld. Grund dafür ist die Tuning World Bodensee", erklärt der Bauleiter. Der erwartete Besucherandrang für die Messe würde die Straßen verstopfen. "Es werden aber keine Markierungen oder Schutzplanken da sein. Die Geschwindigkeit wird deshalb auf 50 Kilometer pro Stunde begrenzt", sagt Müller. Ab dem 14. Mai sollen die Markierungsarbeiten beginnen. Dafür wird dann wieder gesperrt. "Die bisherige Umleitung bleibt voraussichtlich bestehen. An der Beschilderung ändert sich nichts", erklärt der Bauleiter.

Die Umleitung

Die Umleitungsstrecke beginnt in Kressbronn an der Abfahrt zur Bundesstraße 467 und führt über Tettnang und Lochbrücke auf die Bundesstraße 30 nach Friedrichshafen und dort zurück auf die B 31. Der Verkehr in Fahrtrichtung Lindau kann auf der Bundesstraße bleiben.

Einen Überblick zu absehbaren Straßensperrungen in Friedrichshafen finden Sie hier.