Fünf Millionen Menschen will das Aktionsbündnis "13-10" am kommenden Samstag mobilisieren. Europaweit in mehreren Städten sollen sie auf die Straße gehen, um ein Zeichen für ein gemeinschaftliches, demokratisches und solidarisch geeintes Europa zu setzen. Dass sich an der in dieser Form einmaligen Veranstaltung auch in Friedrichshafen viele Menschen beteiligen, hoffen mehrere Vereine und Initiativen, die dem Aufruf des Aktionsbündnisses folgen.

Demo auf dem Buchhornplatz

Unter Leitung des Vereins Junge Europäische Föderalisten (JEF) Bodenseekreis und der Initiative "Pulse of Europe" organisieren sie am Samstag ab 14 Uhr auf dem Buchhornplatz eine Demonstration für ein geeintes Europa. "Unter anderem haben wir verschiedene politische Jugendorganisationen eingeladen", schildert die JEF-Bodenseekreis-Vorsitzende Helen Spangler. "Die Jusos sind zum Beispiel mit dabei." JEF-Sektionen gebe es in mehr als 30 europäischen Staaten, erklärt Spangler. Der Schwerpunkt der Jugendorganisation liege in der politischen Bildungsarbeit für Europa.

Initiative mit prominenter Unterstützung

Initiatoren des europaweiten Aufrufes sind der deutsch-schweizerische Schriftsteller Jonas Lüscher und der österreichische Philosoph Michael Zichy. Besorgt über zunehmenden Nationalismus und den Zerfall Europas wollen sie einer Pressemitteilung des Aktionsbündnisses zufolge die größte pro-europäische und pro-demokratische Demonstration der Geschichte auf die Beine stellen. Unterstützt werde die Initiative "13-10" von mehr als 800 prominenten Persönlichkeiten – darunter Nobelpreisträger, Ex-Politiker und Schauspieler.

Auch die Schauspielerin Senta Berger zählt nach Angaben der Initiatoren zu den Unterstützerinnen von "13-10".
Auch die Schauspielerin Senta Berger zählt nach Angaben der Initiatoren zu den Unterstützerinnen von "13-10". | Bild: Andreas Gebert, dpa

Bis zu 100 Teilnehmer in Friedrichshafen

Den Initiatoren zufolge stecken Aktive aus 50 europäischen Städten mitten in den Vorbereitungen für die lokalen Demonstrationen. In Friedrichshafen rechnen die Aktiven nach Auskunft von Helen Spangler mit bis zu 100 Teilnehmern. Sie hofft, dass mit der länderübergreifenden Demonstration ein gemeinsames Zeichen für Europa gesetzt werden kann. Die Aktion solle auf Nationalismus und Fremdenhass in der Gesellschaft hinweisen. Ihr Hauptanliegen sei es, die allgemeine Aufmerksamkeit auf diese Missstände zu lenken, erklärt Spangler. Auch könne "13-10" als Vorbereitung auf die im nächsten Jahr anstehenden Europawahlen verstanden werden.

Informationen im Internet: http://www.13-10.org