Eine neue Version des Amphibienflugzeuges Dornier Seastar CD2 wird hergestellt. Maximal zwölf Menschen finden darin Platz. 180 Kilogramm Gepäck können nach Unternehmensangaben zudem transportiert werden. Das Flugzeug ist für 30 000 Flugstunden zertifiziert, die Maximalgeschwindigkeit beträgt rund 300 Kilometer pro Stunde, die Reichweite 1666 Kilometer. Um dieses Vorhaben wahr werden zu lassen, hat die Familie Dornier mit zwei chinesischen Unternehmen ein Joint Venture, die Dornier Seawings GmbH, gegründet. „Die Standorte liegen in Oberpfaffenhofen, Wuxi sowie in der Provinz Yixing Jiangsu in China. Es handelt sich um ein Majority Joint Venture mit Mehrheit in China“, gibt Christina Di Sano, Leiterin Vertrieb und Marketing von Dornier in Oberpfaffenhofen, auf Nachfrage des SÜDKURIER Auskunft.

Im Frühjahr 2014 hätten die Arbeiten für den Seastar begonnen. Zirka 150 Mitarbeiter in Deutschland und etwa 30 in China seien daran beteiligt. „Produktionslinien werden derzeit in Oberpfaffenhofen errichtet und in Wuxi geplant“, sagt Di Sano. Zur Gründung sei es gekommen, nachdem Dornier von den chinesischen Partnern kontaktiert wurde. „Sie waren sowohl vom Markt für Amphibien-Flugzeuge als auch am industriellen Potenzial der Kunststofftechnologie interessiert“, sagt Di Sano. Weil die Seastar CD2 ein bereits zugelassenes Flugzeugmuster war, habe sich eine Kooperation angeboten. Motiv für die Unternehmensgründung war eine Mischung aus Kosten- und Potenzialvorteilen im chinesischen Markt. „Dornier in Deutschland bringt das technische Wissen mit und unsere chinesischen Partner die finanziellen Mittel“, erklärt Di Sano.

Ziel sei es, das Flugzeug auch langfristig in größeren Stückzahlen in China zu produzieren. „Die Vision von Dornier Seawings ist es, führender Anbieter im Aero-Marine-Bereich zu werden“, sagt Di Sano. Das Roll Out des Amphibienflugzeuges sei für Juli dieses Jahres geplant.

Informationen auf: www.dornierseawings.com