Bei der Versammlung des Allmannsweiler Bürgerforums ist die Vorstellung der Siegerentwürfe für die Stadtentwicklung in der Eintrachtstraße im Mittelpunkt gestanden. Die Entwürfe von LS Architektur Städtebau aus Stuttgart und vom Büro Kienzle, Vögele, Blasberg aus Friedrichshafen hatten die Jury überzeugt.

Nun gebe es eine weitere Runde, in der das Stadtplanungsamt beide Entwürfe mit ihren Vorteilen zu einem zusammenschmiede, berichtete Vorsitzender Georg Behrendt. „Der Entwurf von Kienzle, Vögele, Blasberg mit rund 100 Wohneinheiten, Kinderspielplatz, Spielwiese und der Brennnessel als allein stehendem Gebäude gefällt uns am besten“, sagte Behrendt. Er war zusammen mit seinem Stellvertreter Udo Piram für das Allmannsweiler Bürgerforum in der Jury vertreten. Positiv werten sie die Häuser mit Satteldächern als Abschluss zur bestehenden Bebauung und die offene Bauweise ohne versteckte Ecken. Der Entwurf von LS Städtebau sei von 160 auf 120 Wohnungen abgespeckt worden. Die dreistöckigen Häuser haben alle ein Flachdach, das sich bei Bedarf aufstocken lasse. Insgesamt sei dieser Entwurf kostengünstiger.

Auch hier ist die „Brennnessel“ inzwischen als eigenes Gebäude geplant und es gibt eine Spielwiese in zentraler Lage. Einigen Allmannsweilern scheint sie jedoch etwas klein geraten. „Um dieses Filetstückchen in der Mitte überhaupt zu behalten, mussten wir ganz schön kämpfen“, entgegnete Behrendt. Andere Jurymitglieder hätten die Freifläche lieber am Rande der Bebauung gesehen. Insgesamt halten Behrendt und Piram die Planungen für einen guten Kompromiss. „Wenn wir uns als Bürgerforum nicht eingebracht hätten, wäre der ehemalige Bolzplatz ruckzuck bebaut gewesen“, sind sie sich sicher.

Abgeblockt worden sei eine weitere Verkehrsanbindung in das Baugebiet von der Rheinstraße aus. Bis zum 12. Februar sind die Entwürfe noch im Technischen Rathaus ausgestellt. Behrendt und Piram versprachen, in Sachen Stadtteilentwicklung weiter am Ball zu bleiben. „Unser Ansporn ist nach wie vor, dass die Menschen in der Eintrachtstraße endlich anständigen Wohnraum bekommen“, sagte Behrendt. Wegen des hohen Anteils von Sozialwohnungen und der Notunterkünfte wollen sie auch in der folgenden Runde nicht auf maximale Wohnraumverdichtung setzen.

Birgit Linder-Schmid von der Caritas Bodensee-Oberschwaben stellte das Angebot „Mach dich stark für dein Kind“ vor. Ab April soll sich eine Elterngruppe in der „Brennnessel“ zum Austausch über Erziehungsfragen treffen. Etablieren soll sich auch das Angebot „Zuhause in Friedrichshafen: Guten Tag, Merhaba, Dobar dan“, das Magdalena Hriny präsentierte. Erster Schritt sind zwei Angebote vor Ort, organisiert von Allmannsweilerinnen: Sengül Ulutürk bietet Bewegung, Aysegül Zülan will sich mit Frauen zum gemeinsamen Handarbeiten und Plaudern treffen.

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