Nein, ganz konfliktfrei ging es in Sachen Neubaupläne in Allmannsweiler auch nicht zu. Doch anders als in Ailingen-Berg, hat es die Stadtverwaltung geschafft, mit einem Workshopverfahren die Allmannsweiler Bürger einzubinden. Der nun vorliegende städtebauliche Entwurf unterscheidet sich doch massiv von den anfänglichen Überlegungen. Zum Beispiel sollte einst der bestehende Bolzplatz großteils überbaut werden und eine größere Freifläche eher an den Rand rücken. So nicht, sagten die Bewohner des Quartiers. Der jetzige Entwurf berücksichtigt die Bedürfnisse der Bürger. Gut so, denn am Ende funktioniert so eine Neubebauung nur, wenn die Bewohner damit einverstanden sind. Das Allmannsweiler Verfahren sollte die Blaupause sein für die zukünftige Vorgehensweise. Fazit: Alles richtig gemacht.

Und dennoch ist ein Workshop mit Bürgerbeteiligung keine Garantie, dass am Ende alle Seiten zufrieden sind. Baubürgermeister Stefan Köhler ist sich dessen bewusst: "Trotz des Verfahrens ist es nicht auszuschließen, dass es in Zukunft nicht zu Protesten kommt", sagte er im Technischen Ausschuss. Stimmt. Trotzdem ist es der einzig erfolgversprechende Weg.

Andreas.Ambrosius@suedkurier.de