Auf ein einsatzreiches Jahr blicken die 318 Aktiven der Feuerwehr Friedrichshafen nach Angaben der Pressestelle im Rathaus zurück. Insgesamt 918 Mal wurde die Häfler Wehr 2019 zu Einsätzen gerufen.

  • Entwicklung: Seit der Jahrtausendwende hat sich die Anzahl an Einsätzen laut Mitteilung mehr als verdoppelt. Im Jahr 2000 rückte die Feuerwehr zu 442 Einsätzen aus. 2018 waren es insgesamt 833 Einsätze. Im bisher einsatzstärksten Jahr 2017 rückte die Häfler Feuerwehr 1119 Mal aus.
  • Einsatzarten: Im vergangenen Jahr wurden die Einsatzkräfte zu 173 Bränden gerufen, 125 Mal lösten Brandmeldealarme aus. 447 Mal leistete die Feuerwehr technische Hilfeleistungen, wie beispielsweise Rettungseinsätze für die Erstversorgung von Verletzten. Überlandhilfe erfüllte die Friedrichshafener Wehr 44 Mal. 129 Mal wurde sie zu sonstigen Einsätzen gerufen, darunter beispielsweise Verkehrsunfälle.
  • Aufgaben: Zu den Aufgaben gehören laut Stadt Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Gefahrenguteinsätze und Brandsicherheitswachdienste. Außerdem wird die Häfler Wehr auch als Öl- und Schadenswehr auf dem Bodensee eingesetzt. Für den Bodenseekreis fungiert sie als Stützpunktfeuerwehr für die Brandbekämpfung, die technische Hilfeleistung und Aufgaben für den Umweltschutz.
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Häufiger bei Unfällen vor Ort

Durch eine Änderung im Rettungsdienstgesetz wurde das „Helfer vor Ort“-System verändert, erklärt die Stadt, weshalb es häufiger vorkomme, dass Rettungssanitäter der Feuerwehr nach Unfällen tagsüber die Erstversorgung von Menschen übernehmen. „Unsere Aufgabe besteht darin, die Versorgung des Patienten zu übernehmen, bis der Rettungsdienst eintrifft. Als Helfer vor Ort überbrücken wir die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes und des Rettungswagens“, erklärt Stadtbrandmeister Louis Laurösch. Die Rettungssanitäter der Feuerwehr kommen demnach zum Einsatz, wenn sie den Unfallort schneller erreichen können als der Rettungsdienst.

Aufgrund der aktuellen Situation in Bezug auf die Corona-Pandemie kommt den Einsatzkräften laut Stadt eine hohe Bedeutung zu. Daher wurde die Hauptversammlung der Abteilung Friedrichshafen verschoben, ebenso finden bis auf Weiteres keine gemeinsamen Übungen mehr statt, um die volle Einsatzbereitschaft zu gewährleisten.