Der geplante Neubau auf dem Areal des alten Häfler Hallenbades nimmt Formen an: Die Zeppelin Wohlfahrt GmbH hat das Gewinner-Projekt eines Architekturwettbewerbes präsentiert. Die Wettbewerbsjury hat sich einstimmig für den Entwurf des Büros „Hildebrand und Schwarz Architekten“ entschieden. Das Häfler Architekturbüro konnte sich gegen fünf Mitbewerber durchsetzen. Ein Überblick, was auf dem Areal des alten Hallenbades geplant ist.

Soll im Frühjahr 2021 verschwunden sein: das alte Häfler Hallenbad an der Ehlersstraße, an dessen Stelle ein Neubau mit Mietwohnungen geplant ist. Unser Foto wurde vergangenes Jahr im Oktober aufgenommen.
Soll im Frühjahr 2021 verschwunden sein: das alte Häfler Hallenbad an der Ehlersstraße, an dessen Stelle ein Neubau mit Mietwohnungen geplant ist. Unser Foto wurde vergangenes Jahr im Oktober aufgenommen. | Bild: Gerhard Plessing

1. Wie sieht das geplante Gebäude aus?

Der Entwurf sieht ein winkelförmiges Gebäude mit fünf Vollgeschossen und einem Dachgeschoss vor. Der Jury-Vorsitzende Wolfgang Riehle bezeichnete die Form als „organisch“ und betonte zudem, dass das an die Ehlersstraße angrenzende Gebäude dadurch auch eine Schallschutzfunktion für den vorgelagerten Park einnehme. Die Grünfläche könne dadurch weiterentwickelt werden.

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2. Wie viele Wohnungen sind geplant?

Der Entwurf sieht rund 70 Mietwohnungen vor, mit jeweils zwei bis vier Zimmern. Als der Gemeinderat bestimmte, dass das Areal an die Zeppelin Wohlfahrt vergeben werden soll, war noch von 45 Wohnungen die Rede. „Damit greifen wir auch die innerstädtische Verdichtung auf“, sagt Jörg Bischof, Geschäftsführer der Zeppelin Wohlfahrt. Vorgesehen seien zudem 68 Autostellplätze in einer Tiefgarage sowie 140 Fahrradstellplätze.

Das Modell des geplanten Neubaus auf der Fläche des alten Häfler Hallenbades. Im Vordergrund sind die Gebäude des Karl-Olga-Park-Areals zu sehen. Der geplante fünfstöckige Bau soll Platz für rund 70 Mietwohnungen sowie eine Tiefgarage bieten. Auf dem Dach ist ein großer Schrebergarten mit Hochbeeten für die Mieter geplant. Zumindest ein Teil der Wohnungen ist für städtisches Personal vorgesehen.
Das Modell des geplanten Neubaus auf der Fläche des alten Häfler Hallenbades. Im Vordergrund sind die Gebäude des Karl-Olga-Park-Areals zu sehen. Der geplante fünfstöckige Bau soll Platz für rund 70 Mietwohnungen sowie eine Tiefgarage bieten. Auf dem Dach ist ein großer Schrebergarten mit Hochbeeten für die Mieter geplant. Zumindest ein Teil der Wohnungen ist für städtisches Personal vorgesehen. | Bild: Jud, Marcel

Im Dachgeschoss könnte zudem ein Gemeinschaftsraum entstehen, so Bischof. Jury-Präsident Riehle weist zudem auf die für die Wohnungen geplanten Loggias, nach innen gebaute Balkone, hin. „Dadurch entsteht mehr Privatsphäre als bei offenen Balkonen“, erklärt der Reutlinger Architekt.

So sieht der Zeitplan für den Neubau auf dem Areal des alten Hallenbades aus:

3. Wer soll in dem neuen Gebäude wohnen?

Die Zeppelin Wohlfahrt favorisiere „gemischtes Wohnen“, so Bischof. Das heißt: Ein Teil der Wohnungen solle gefördert werden und für städtische Angestellte wie Erzieherinnen oder Altenpfleger reserviert sein. Daneben solle es aber normale Mietwohnungen geben.

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4. Wie viel Natur steckt in dem Bau drin?

Auf dem Dach des Neubaus soll eine „Urban-Gardening“-Fläche entstehen, eine Art Schrebergarten mit Hochbeeten, den sich die Mietparteien teilen, wie Bischof erklärt: „Das sorgt sicher auch für Gemeinschaft.“ Geplant sei zudem, einen Teil der Fassade zu begrünen. Jury-Präsident Riehle betont, dass ein zusammenhängendes Gebäude weniger Fläche als zwei freistehende Gebäude verbrauche. „Das ist energetisch günstiger.“

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5. Wie viel kostet das Ganze?

Die Zeppelin Wohlfahrt rechne für den Neubau mit Kosten zwischen 3200 und 3500 Euro pro Quadratmeter, sagt Bischof. Bei einer Gesamtfläche von rund 5500 Quadratmetern beliefen sich die Kosten folglich auf etwa 17,6 bis 19,3 Millionen Euro. Zur Höhe der Mieten könne er noch nichts sagen: „Das hängt auch davon ab, wie viele geförderte Mietwohnungen es am Ende gibt und wie viele Landesmittel wir erhalten.“ Ziel sei aber auf jeden Fall, bezahlbaren Wohnraum in der Häfler Innenstadt zu schaffen.

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