Aus Mitteln der Zeppelin-Stiftung gewährt die Stadt Friedrichshafen der Klinikum Friedrichshafen GmbH Zuschüsse von insgesamt 2,8 Millionen Euro für Investitionen. Das hat der Gemeinderat am Montag beschlossen. Größter Brocken: Für die Sanierung der Wachstation am Weingartener Krankenhaus 14 Nothelfer, das zum kommunalen Klinikverbund Medizin-Campus Bodensee GmbH gehört, wird ein Zuschuss von maximal 2 Millionen Euro gewährt. Die derzeitige Wachstation stammt aus dem Jahr 1975 und entspreche nicht mehr den aktuellen gesetzlichen Anforderungen, hatte Geschäftsführer Johannes Weindel bei Vorberatung deutlich gemacht.

Das Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten gehört seit Oktober 2013 zur Klinikum Friedrichshafen GmbH.
Das Krankenhaus 14 Nothelfer in Weingarten gehört seit Oktober 2013 zur Klinikum Friedrichshafen GmbH. | Bild: Frank Enderle

Außerdem wird am Häfler Klinikum die Angiographie-Anlage für die Interventionelle Radiologie ersetzt, wofür es einen zweckgebundenen Investitionskostenzuschuss von maximal 800 000 Euro gibt. Die Angiografie ist ein bildgebendes Verfahren zur Darstellung von Arterien und Venen unter Verwendung von Kontrastmittel. Hierbei wird mittels eines Katheters in die Blutgefäße eingedrungen, diagnostiziert und therapiert. Das Leistungsspektrum der neuen Anlage beinhaltet die Diagnostik und Therapie von Gefäßkrankheiten (außerhalb vom Herzen), von bösartigen Erkrankungen (zum Beispiel von Tumoren in Leber und Galle) sowie die Diagnostik und Therapie von inneren Blutungen. Die derzeitige Angiographie-Anlage ist seit Mai 2001 in Betrieb.

Das Klinikum Friedrichshafen ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Friedrichshafen.
Das Klinikum Friedrichshafen ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Friedrichshafen. | Bild: Klinikum

Der Gemeinderat hatte schon im Juli vergangenen Jahreseinen Investitionszuschuss in Höhe von 4,7 Millionen euro für die OP-Sanierung der Klinik Tettnang GmbH genehmigt. Zusammen mit den beiden nun genehmigten Investitionen ist der Haushaltsansatz für das Jahr 2017 in Höhe von 7,5 Millionen Euro ausgeschöpft. Auf Nachfrage von ÖDP-Gemeinderätin Annedore Schmid, ob die 2-Millionen-Förderung für die Tettnanger Klinik mit dem Stiftungsrecht zu vereinbaren sei, antwortete Oberbürgermeister Andreas Brand mit einem klaren "Ja": Die Kliniken Tettnang, Weingarten und Friedrichshafen müsse man als ein Verbund sehen. Steuer- und stiftungsrechtlich sei die Förderung durch die Zeppelin-Stiftung rechtens, das habe man vor Jahren bei Finanzbehörden prüfen lassen.