Am 29. Mai noch können Interessierte in der Frickinger Graf-Burchard-Halle Blut spenden. Das geht jedoch nur, wenn sie zuvor im Internet einen Termin vereinbart haben. Die Sicherheitsvorkehrungen in Corona-Zeiten machen einen neuen Ablauf der Blutspende nötig. Wie Johann Thum erklärt, der stellvertretene Vorsitzende des DRK Salemertal, steht die Sicherheit von Spendern und Helfern im Mittelpunkt. Im Schnitt kamen bislang 140 Spender täglich nach Frickingen.

Einmal Fiebermessen, bitte: Annette Peh (Mitte) misst die Körpertemperatur von Erstspender Dirk Vogel (links). Auch Gerda Knur (rechts) hilft beim Empfang der Blutspender.
Einmal Fiebermessen, bitte: Annette Peh (Mitte) misst die Körpertemperatur von Erstspender Dirk Vogel (links). Auch Gerda Knur (rechts) hilft beim Empfang der Blutspender. | Bild: Martina Wolters

Wer das Foyer der Festhalle betritt, trifft auf die Helfer des DRK Salemertal. Annette Peh und Gerda Knur versorgen jeden Neuankömmling mit Mund- und Nasenmaske. Dirk Vogel ist extra aus Stockach zum Spendentermin gekommen. Es ist seine erste Blutspende. Zunächst wird bei ihm kontaktlos Fieber gemessen, bevor er einen Fragebogen ausfüllt. Abgefragt werden Vorerkrankungen, Infektionen, Operationen oder die Einnahme von Medikamenten.

Spender werden aufgefordert, sich bei Infekten unbedingt zu melden

Nächste Station ist das Labor, wo der Blutdruck von Dirk Vogel gemessen und sein Eisenwerten kontrolliert wird. Stimmt etwas nicht mit diesen Werten, prüft die ärztliche Leiterin Lydia Buch die Werte erneut. Die Ärztin bittet ihre Patienten auch, sich bei einem in den nächsten fünf Tagen auftretenden Infekt unbedingt mit der Hotline der DRK-Blutspendedienste in Verbindung zu setzen. Auf dem Weg zur Entnahmestation gibt es noch etwas zu trinken, um den Flüssigkeitshaushalt aufzufüllen.

Zwölf Liegen in gebührendem Abstand stehen zur Spende bereit

Simone Pflug aus Bermatingen hat bereits auf einer der zwölf Liegen Platz genommen. Für die erfahrene Blutspenderin ist es selbstverständlich, auch in Pandemie-Zeiten bei der Stange zu bleiben. „Gerade jetzt wird doch Blut gebraucht“, sagt sie. Johann Thum vom DRK Salemertal gibt ihr Recht. Während des Lockdowns verschobene Operationen würden wieder aufgenommen und so steige die Nachfrage nach Blut ständig an.

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Mittlerweile hat sich Krankenschwester Marianne Hertrich zu Simone Pflug gesetzt. Sie kontrolliert die Identität der Spenderin und entnimmt zwei Blutproben. Erst dann wird der Beutel für die eigentliche Blutentnahme angelegt. Die Probenröhrchen werden auf mögliche Infektionskrankheiten wie Hepatitis untersucht und die Blutgruppe wird bestimmt. Die Blutbeutel kommen zur Weiterverarbeitung nach Ulm.

Nächste Möglichkeit zur Blutspende in der Region ist am Dienstag, 2. Juni von 15 bis 19.30 Uhr im Sennhof in Heiligenberg. Eine vorherige Anmeldung ist nötig: https://terminreservierung.blutspende.de/m/heiligenberg-sennhofamschloss

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