Ob Lagerhäusle-Kino, Weihnachtsbasar oder Festkonzert des Frickinger Musikvereins – die Liste der pandemiebedingt abgesagten Veranstaltungstermine häufen sich auch in Frickingen. Dem möchte Birgit Bergmüller als Leiterin Kultur-und Tourismus etwas Erfreuliches entgegensetzen. Zusammen mit Vertretern von Vereinen, Kindergärten, Gastronomie und Bäckerhandwerk bereitet sie einen Online-Adventskalender vor. Pünktlich zum 1. Dezember soll das erste Kalendertürchen über die Gemeindehomepage oder die sozialen Medien geöffnet werden können. „Wir haben überlegt, was wir tun können, um das Frickinger Wir-Gefühl auch in Corona-Zeiten hoch zuhalten“, erklärt Bergmüller die Intention hinter dem Gemeinschaftswerk. Niemand solle wegen des Pandemie- und Lockdown-Geschehens „in einen Blues verfallen.“

Jede Menge Aufmunterndes

Entsprechende Wünsche zu einer Art Dorfadventskalender waren unter anderem von Wirtschaftsrat und Familientreff gekommen. Die Kulturamtsleiterin setzt wegen der Versammlungsverbote auf eine virtuelle Variante. „Es wird spannend über die Adventszeit“, verspricht sie. Hinter den 24 zu öffnenden Türchen verberge sich jede Menge Aufmunterndes. Es werde beispielsweise Rätsel, Umfragen und Bastelanleitungen geben. „Das Gebastelte kann im eigenen Fenster ausgestellt werden oder verschenkt werden.“ Wegen der abgesagten Krippenausstellung ist ferner geplant, das Thema Krippe aufzugreifen. Ebenso soll es Rezepte zum Nachkochen geben, eventuell sogar per Video. Auch musikalisch wird Adventsstimmung verbreitet werden.

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Gemeinschaftsfunke soll überspringen

„Es wäre wunderbar, wenn wir es schaffen, dass der Gemeinschafts-Funke überspringt“, formuliert Bergmüller den Wunsch der Verwaltung. Die Kulturverantwortliche sieht es als unerlässlich an, dass sich die Menschen vor Ort gegenseitig aufmuntern. Insbesondere die Gruppe der älteren Dorfbewohner komme immer weniger unter Leute. Mit Blick auf das neue virtuelle Kalenderangebot zieht Bergmüller noch ein positives Fazit in der Krise: „So bedrückend das Ganze ist, aber es setzt unheimlich viel Kreativität frei.“