Der Bedarfsplan für die Kinderbetreuung war Thema im Gemeinderat. Hauptamtsleiter Markus Vollstädt stellte diesen vor. Demnach bietet die Gemeinde „ausreichend Betreuungsplätze für Kindergartenkinder“. Trotz eines möglichen Anstiegs bei der Nachfrage hält Vollstädt das Angebot für ausreichend, auch für die nächsten Jahre, anders als bei der Betreuung der Unter-Dreijährigen.

Insgesamt mehr Zugang bis 2023

In den drei Frickinger Kindergärten gibt es insgesamt 99 Kindergartenplätze. 88 davon sind momentan belegt. Für das Kindergartenjahr 2020/21 sagt Vollstädt einen „leichten Rückgang der Kinderzahl“ voraus. Ein Jahr später rechnet der Amtsleiter erneut mit mehr Zugang ähnlich wie für das darauffolgende Kindergartenjahr 2022/23.

Im laufenden Betreuungsjahr werden in der Gemeinde fünf Kindergarten-Gruppen betrieben: eine Regel-Gruppe und eine Kleinkindgruppe im Katholischen Kindergarten, zwei Regelgruppen im Kinderhaus Altheim und eine Regel-Gruppe im Waldorfkindergarten. Ferner werden in Altheim noch zwei Kleinkindergruppen betreut.

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Weil die Nachfrage nach Ganztagsbetreuung vor allem im U3-Bereich stetig steigt, ergibt sich hier laut Vollstädt kurzfristig ein zusätzlicher Platzbedarf. Momentan sei die gesetzlich zu erfüllende Quote von 34 Prozent durch die zweite Altheimer Kleinkindgruppe gewährleistet. Allerdings sehe die dortige Kindergartenleiterin Birgit Hagg weiterhin einen „zunehmenden Trend in Richtung Ganztagsbetreuung“.

Langfristig reicht das Angebot nicht aus

Will heißen, langfristig reicht das Platzangebot nicht aus. Erweiterungsmöglichkeiten könnten im Katholischen Kindergarten realisiert werden. Denkbar sei es auch, eine zusätzliche Klein-Gruppe im Barraum einzurichten. Bis zum Herbst werde nach einer Lösung gesucht, so Bürgermeister Jürgen Stukle.

Walter Städele (FWV) sagte, wenn der Bedarf da sei, müssten mehr Ganztagesplätze geschaffen werden. Der Barraum könne „keine Dauerlösung“ sein. Sein Fraktionskollege Christian Lorenz wollte wissen, ob Kinder von Extern Plätze belegten. Vollstädt antwortete, nur, wenn freie Kapazitäten vorhanden seien, gingen diese an Kinder außerhalb Frickingens. Auf Nachfrage von Joachim Arnold (FWV) erklärte Vollstädt, wenn alle 70 Frickinger Kinder unter drei Jahren Betreuung bräuchten, müsse die Gemeinde auch alle betreuen.

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