Eigentlich hätte derzeit das jährliche Sommerlager der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) Frickingen-Altheim stattfinden sollen. Wegen der Corona-Pandemie musste das 20-köpfige Leitungsteam die zehntägige Freizeit in Oppenau absagen. Stattdessen hat sich das Team ein Hygienekonzept und jede Menge Spielvariationen überlegt, um zumindest eine Ferienwoche ohne Langeweile zu garantieren.

Ein Blick auf die Spielwiese neben dem Pfarrhaus zeigt, dass die mitmachenden Kinder jede Menge Spaß haben. Und das, obwohl sie quasi den ganzen Vormittag mit Mund-Nasen-Masken unterwegs sind und immer wieder zum Desinfizieren ihrer Hände animiert werden. Die 13-jährige Emilia Bartels sieht das Angebot als „gute Alternative“ zum ausgefallenen Lager. „Ich freue mich, dass ich mir hier trotz Corona meine Zeit vertreiben kann“, sagt sie.

Die Freundinnen Charlotte Müller und Emilia Bartels nehmen seit Jahren am KJG-Ferienlager teil und sind froh, dass es trotz Absage ein Alternativprogramm gibt.
Die Freundinnen Charlotte Müller und Emilia Bartels nehmen seit Jahren am KJG-Ferienlager teil und sind froh, dass es trotz Absage ein Alternativprogramm gibt. | Bild: Martina Wolters

Ihre Freundin Charlotte Müller sagt: „Ich bin froh, dass die KJG ein Hygienekonzept auf die Beine gestellt hat und wir uns hier jeden Tag treffen können.“ Am liebsten mag die 13-Jährige „Rennspiele in der Gruppe“. Emilia findet solche Bewegungsspiele tendenziell auch gut, „aber nur, wenn sie nicht zu lange dauern“. Ansonsten hat ihr das Batiken von T-Shirts gut gefallen.

Wie die meisten Teilnehmer liebt sie es, bei dem „Werwolf“-Gruppenspiel mitzumachen. Das interaktive Deduktionsspiel um Wölfe, Hexen und einfache Bürger wird von Musik aus dem KJG-Jugendraum begleitet. Jeweils ein Leiter je Gruppe moderiert den Ablauf. Die Spannung ist den Kinden anzusehen.

Die Jugendleiter sind durchweg zufrieden mit dem Ablauf des Alternativprogramms. Die größte Herausforderung war laut Achim Stengele nicht das Aufstellen eines Hygienekonzepts. Vielmehr sei es knifflig gewesen, Spielformate zu finden, die trotz Abstand und mit Maske Sinn machten.

Geländespiele mit Maske

Zum Beispiel mussten die jungen Organisatoren Geländespiele so abwandeln, dass sie bei hohen Temperaturen mit Maske nicht zu anstrengend sind. Aurelia Müller erklärt, sie hätten teils ganz neue Spiele erfunden. Beispielsweise hätten sie zu der TV-Serie „Haus des Geldes“ eine tolle Spielvariante entwickelt. Die Spielwoche in Pandemiezeiten zu planen, sei zwar viel Arbeit, mache aber auch jede Menge Spaß, sagt die zertifizierte Jugendleiterin.

„Ich arbeite gerne mit Kindern“, sagt sie. Auch früher als sie selbst noch als Teilnehmerin dabei gewesen sei, habe sie „immer schon gerne mitgeholfen“, erzählt die 17-Jährige. Für die aktuelle Spielwoche wechseln sich täglich variierende Geschicklichkeits- mit Sportspielen ab. Rätsel werden gelöst, Experimente gemacht oder bei einer Olympiade Kräfte gemessen. So komme auf jeden Fall ein „bisschen Lagerfeeling“ auf, freut sich Müller.

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