Nach Wechsel in der Frickinger Kämmerei zum Jahresbeginn präsentierte der neue Kämmerer Matthias Rusch den Haushaltsplan für das laufende Jahr mit kleiner Verspätung im Gemeinderat.

Allein 2 Millionen Euro des Rekord-Investitionsvolumen von gesamt 4,4 Millionen Euro fließen in den beschlossenen Grundschulneubau. Zwei weitere Investitionsschwerpunkte stellen die Restfinanzierung für den Krippenbau mit 560.000 Euro sowie die Erschließung des Neubaugebiets Schwäppern in Höhe von 480.000 Euro dar. Hinzu kommen Grunderwerb, Straßenbaukosten, die Anzahlung für ein Feuerwehrfahrzeug und eine Restfinanzierungssumme für die Clubheimerweiterung des HSM-Sportzentrums.

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Finanziert werden soll der Investitionsbatzen durch den Verkauf von Wohn-und Gewerbeflächen (1,8 Millionen Euro) und daraus entstehenden Beitragseinnahmen (400.000 Euro). Ferner stellte Rusch Zuweisungen und Zuschüsse in Höhe von 800.000 Euro in Aussicht. Rund 80.000 Euro an liquiden Mitteln sollen ebenso verbraucht werden sowie ein erwirtschafteter Zahlungsmittelüberschuss von 300.000 Euro.

Eine zweckgebundene Kreditaufnahme für den Grundschulneubau in Höhe von einer Million Euro ist gemäß Bürgermeister Jürgen Stukle „vorsorglich geplant“. Sollte der Millionen-Kredit tatsächlich genutzt werden, würde der Schuldenstand zum Jahresende auf gesamt 2,1 Millionen Euro anwachsen. Das entspräche bei einer Einwohnerzahl von rund 3100 eine Pro-Kopf-Verschuldung in Höhe von 685,54 Euro. Die Gebühren-und Hebesätze sollen noch unverändert bleiben.

Darlehen für Schulneubau

Ein weiteres Darlehen über 1,5 Millionen Euro ist für das nächste Haushaltsjahr wiederum für den Schulbau vorgesehen. Stukle betonte, es sei weiterhin das Ziel, alle künftigen Investitionen ohne Neuverschuldung zu schultern. Bürgermeister und Kämmerer wagten auch eine positive Prognose mit Blick auf die mittelfristige Finanzplanung.

In den Haushaltsjahren 2023 und 2025 rechnen sie mit einem positiven ordentlichen Ergebnis. Weitere 5,5 Millionen Euro sollen dann unter anderem erneut für den Bildungsbau hinter Festhalle und aktuellem Schulstandort ausgegeben werden. Rusch stellte fest, dass im gesamten Planungszeitraum bis Ende 2025 der voraussichtliche Bestand an liquiden Eigenmitteln „noch recht deutlich über der Höhe der Mindestliquidität“ von 122.000 Euro liegen werde. In den kommenden Jahren prognostizierte Rusch eine starke Zunahme der liquiden Mittel, sofern keine größeren Investitionen geplant seien. Während im laufenden Jahr noch ein Verlust von 80.000 Euro eingeplant sei, würden ab 2023 die gesamten Auszahlungen erwirtschaftet. Der Ergebnishaushalt 2022 ist nach Aussage des Kämmerers noch geprägt von der hohen Steuerkraftsumme des Jahres 2020 und daraus resultierenden Umlagezahlungen.

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Trotz steigender Erträge weist der Ergebnishaushalt voraussichtlich einen Fehlbetrag von 300.000 Euro aus. Durch Grundstücksverkäufe könne gegengesteuert werden. Die Erträge steigen laut Rusch auf 7,4 Millionen Euro und bestehen zu rund 48 Prozent aus Steuern und Abgaben. Das Gemeinderatsgremium beschloss unisono Haushaltssatzung und Haushaltsplan 2022 sowie die mittelfristige Finanz-und Investitionsplanung bis 2025.