Mit einer geplanten Pro-Kopf-Verschuldung von 770 Euro pro Einwohner wird die Gemeinde Frickingen im Landesvergleich weiterhin etwas über den Durchschnitt liegen. Das erklärte Kämmerer Florian Keller anlässlich der Vorstellung des Wirtschaftsplans 2020 in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Grund dafür sei, dass in der Wasserversorgung erneut ein ambitioniertes Investitionsprogramm umgesetzt werde.

Seit vier Jahren läuft die Sanierung

Bereits seit vier Jahren werde in die Sanierung des Leitungsnetzes investiert, erklärte Bürgermeister Jürgen Stukle. Die Gemeinde habe keine Rücklagen, um die Maßnahmen zu finanzieren, sodass ein Kredit aufgenommen werde müsse. Dennoch sei der Wasserpreis mit 1,60 Euro pro Kubikmeter unterhalb des Landesniveaus und auch im Kreisvergleich liege Frickingen gut.

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Schwerpunkt 2020 liegt in Bruckfelden

Der Schwerpunkt der Sanierungen dieses Jahr werde mit rund 250 000 Euro in Bruckfelden liegen, aber auch im Neubaugebiet Leustetten werde in Erschließungen investiert, erläuterte der Kämmerer. „Mit 583 000 Euro handelt es sich um ein ambitioniertes Programm“, sagte Keller „es ist aber der richtige Weg, kontinuierlich das Leitungssystem zu sanieren.“

Synergieeffekte mit Erschließung mit Glasfaser und Erdgas

Zudem würden weiterhin Synergieeffekte mit der Glasfaser- und Erdgaserschließung genutzt, um wirtschaftlich und generationengerecht das Leitungssystem zu erneuern. Ziel sei es, an jedes Grundstück Glasfaserkabel beziehungsweise Lehrrohre zu verlegen, antworte Stukle auf Nachfrage von Joachim Arnold (FW).

Betriebszweige im Eigenbetrieb Gemeindewerke wirschaften ausgeglichen

Insgesamt sei der Wirtschaftsplan solide und verantwortungsvoll geplant, bilanzierte Keller. Der Eigenbetrieb der Gemeindewerke besteht aus den vier Betriebszweigen Wasserversorgung, Stromerzeugung und Fotovoltaikanlage, Nahwärmenetz Altheim und einer Beteiligung am Stadtwerk am See.

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Fotovoltaikanlage bringt mehr Leistung als zu Beginn gedacht

Diese Betriebszweige wirtschafteten ausgeglichen, wobei die Fotovoltaikanlage auf dem Benvenut-Stengele-Haus 15 Prozent mehr Leistung erbringe als bei Beginn gedacht. Die 3000 Euro Jahresgewinn nutze man zur Tilgung der Darlehen. Der Gemeinderat verabschiedete den Wirtschaftsplan mit 364 000 Euro im Erfolgsplan und 708 000 Euro im Vermögensplan einstimmig.

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