„Leider bedeutet das einen Höchststand der registrierten Straftaten“, sagte der Bürgermeister. Ein Blick auf die einzelnen Deliktsbereiche relativiere die Straftatenzahl jedoch. Diejenigen strafbaren Handlungen, die das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung wesentlich beeinflussten, seien rückläufig. Als Beispiel nannte Stukle den Rückgang bei den Körperverletzungsdelikten um 50 Prozent von zehn auf fünf Fälle. Die Diebstahldelikte sind gemäß Stukle um 15,4 Prozent zurückgegangen.

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Einen Anstieg verzeichnet die Gemeinde im Bereich Betrug. Das entspricht nach Auffassung Stukles einem „landesweiten Trend“. Deliktformen wie „falscher Polizeibeamter“ oder „falsche Gewinnversprechen“ seien trotz intensiver Präventionsarbeit auf dem Vormarsch. In Frickingen waren es 20 Betrugsdelikte. Damit ist die Anzahl der Betrugsvergehen laut Statistik um elf Vorkommen gegenüber 2018 gestiegen. Diese Zahl stellt gemäß Bürgermeister im Fünfjahres-Vergleich den „absoluten Höchststand dar“.

Deutlich unter dem Durchschnitt des Bodenseekreises

Weitere auffällige Entwicklungen seien in der Kommune aber nicht zu erkennen. Stukle betonte, bei der Anzahl der Straftaten gerechnet auf 100 000 Einwohner, liege Frickingen deutlich unter dem Durchschnitt im Bodenseekreis. Diese Häufigkeitszahl mache eine Aussage über die individuelle Kriminalitätsbelastung einer Gemeinde und somit über das subjektive Sicherheitsgefühl. Die Aufklärungsquote habe sich 2019 bei 62,1 Prozent bewegt. Stukle nutzte die Gelegenheit, sich bei den Verantwortlichen und Mitarbeitern des Polizeireviers Überlingen sowie des Polizeipostens Salem für ihre „sehr gute Arbeit“ zu bedanken.