Gertrud und Werner Straub gaben sich am 20. Januar 1961 in der Frickinger Pfarrkirche Sankt Martin das Ja-Wort. Nun, 60 Jahre später, hätten sie gern in der gleichen Kirche einen Gottesdienst mitgefeiert und anschließend ein großes Fest gehalten. Corona-bedingt ist daran momentan aber nicht zu denken. Trotzdem freut sich das Ehepaar, dieses besondere Jubiläum gemeinsam begehen zu können. „Das hätten wir damals nie gedacht, dass wir einmal gemeinsam Diamanthochzeit feiern“, sagt Gertrud Straub lächelnd. Die gebürtige Frickingerin war auf dem örtlichen Hof Keller als Hauswirtschafterin angestellt, als sie ihren zukünftigen Ehemann „quasi über die Straße“ kennenlernte. Gebürtig aus Stetten am kalten Markt arbeitete der direkt vis-a-vis zur Keller‘schen Landwirtschaft in einer Molkerei. Die beiden jungen Leute begegneten sich auf die Art öfter und fanden Gefallen aneinander.

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Nach der Heirat arbeitete Straub als Polsterer für die Überlinger Firma Klöber. 40 Jahre war er dort beschäftigt. Seine Frau kümmerte sich um die nach und nach geborenen drei Kinder und setzte halbtags in der Meersburger Firma Holzer Elektroteile zusammen. „Wir sind immer gerne zur Arbeit gegangen“, versichern beide Jubilare. Auch für ein gemeinsames Hobby blieb noch Zeit.

Wenn es zeitlich möglich war, ging das Paar gerne auf Reise. Kurztripps mit hiesigen Busunternehmen führten sie nach Hamburg, Paris, Korsika und an den Lago Maggiore. Eine ganz besondere Reise war ihnen 2016 vergönnt. Zusammen mit ihren Töchtern Sandra und Gaby und deren Familien reisten sie ins Tiroler Oberland. 50 Jahre zuvor seien die Eltern schon einmal in das kleine Bergdörfchen Fiss zur Patenkapelle des Frickinger Musikvereins gereist, erzählt Tochter Sandra. Weil Vater und Mutter immer von der Bergidylle schwärmten, organisierten ihre Kinder die gemeinsame Reise . „Das war unser Highlight, alle waren mit“, schwärmt die 85-jährige Jubilarin. Das Fotobuch der Familienreise würde sie am Liebsten zusammen mit ihren sieben Enkeln und drei Urenkeln anschauen. Wegen der Pandemie muss das Familienfest aber noch warten.