Wegen Corona hat Bürgermeister Jürgen Stukle erstmals seine Neujahrsansprache digital gehalten. Eingebettet in zwei Bilderschauen über wichtige Ereignisse 2020, richtet er insgesamt 15 Minuten das Wort an die Frickinger. Einen großen Anteil nimmt der Blick auf das für 2021 geschnürte Investitionspaket mit einem Volumen von 3,2 Millionen Euro ein. Es solle über Grundstücksverkäufe, Zuschüsse sowie eine „vorsorglich eingeplante Darlehensaufnahme“ finanziert werden. Ob ein Kredit aufgenommen wird, werde im Jahresverlauf entschieden.

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Die von Stukle dargelegten Investitionsplanungen lassen sich in einem virtuellen und knappen Überblick noch einmal in Ruhe nachlesen. Nach sechs Teilbereichen von Baumaßnahmen über Betreuung und Energie bis hin zu Internetversorgung sind sie gegliedert. Ganz oben auf Stukles Liste der Bauprojekte steht die weitere Planung des Radwegebaus Altheim-Lippertsreute. Er sei ein kleines bisschen stolz über die bereits eingetroffene Zusage vonseiten des Regierungspräsidiums Tübingen über die finanziellen Mittel für den zweiten Bauabschnitt, so Stukle.

Glasfaseranbindung als „bemerkenswertes Tiefbauprojekt“

Als „bemerkenswertes Tiefbauprojekt“ stellt der Bürgermeister die laufende Glasfaseranbindung heraus. „Letztendlich gehen wir in jeden Straßenzug“, unterstreicht er. Das koste „sehr, sehr viel Geld, sichere aber Zukunft im Grundversorgungsbereich“. Gerade in der Pandemie, wo vieles digital abgewickelt werde, sei ein gut ausgebautes Glasfasernetz wertvoll. Im Energiebereich setzt Stukle darauf, die 2018 positiv ausgefallene Zertifizierung im Energy-Award-Prozess zu erneuern.

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Zu den bereits beschlossenen Erweiterungen im Elementarbereich betont Stukle die angespannte Betreuungssituation. Die vorhandenen Ganztagesplätze für Kleinkinder seien voll belegt und stark nachgefragt. Ebenso steige die Nachfrage im ganztägigen Betreuungsangebot für Kindergartenkinder.

Der Bürgermeister dankt in seiner Videobotschaft, die auf der Internetseite www.frickingen.de abrufbar ist, auch für viele Gemeinschaftsaktionen. „Das Wir-Gefühl war und ist in Frickingen bemerkenswert“, unterstreicht er.