Ab Januar müssen die Frickinger Einwohner 1,60 Euro je Kubikmeter Frischwasser bezahlen. Bisher waren es zehn Cent weniger. Ein entsprechender Beschluss im Gemeinderat fiel in öffentlicher Sitzung einstimmig aus. Als Grund für die Preiserhöhung nannte Kämmerer Florian Keller hohe Investitionen und steigende Betriebskosten.

36 Cent mehr für Einzelperson

Für eine vierköpfige Familie bedeutet die Erhöhung nach Kämmerberechnung monatliche Mehrkosten von 1,07 Euro bei einem üblichen Wasserverbrauch von 120 Kubikmetern. Eine Einzelperson bezahle demnach 36 Cent mehr pro Monat.

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"Wir haben in den letzten vier Jahren rund 1,5 Millionen Euro in unser Leitungsnetz investiert", unterstrich Bürgermeister Jürgen Stukle. Für das kommende Jahr seien weitere Investitionen in Höhe von 470 000 Euro geplant. Stukle hob auch die Synergieeffekte hervor. Mit den erneuerten Leitungen seien auch Erschließungsarbeiten im Bereich Erdgas und Glasfaser einhergegangen. "Es ist wichtig, dass wir in unsere Grundversorgung investieren," sagte Stukle. Nur so könne gute Wasserqualität dauerhaft gesichert werden.

Wasserpfennig hat sichverdoppelt

Neben den Investitionen schlagen nach Angaben von Florian Keller auch deutlich gestiegene Betriebskosten zu Buche. Die Wasserentnahmeabgabe, der sogenannte Wasserpfennig, habe sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt. Er werde sich 2019 voraussichtlich auf rund 17 000 Euro belaufen.

Vergleich mit anderen Gemeinden

Mit dem neuen Wasserpreis liegt Frickingen nach Angaben des Kämmerers beim Durchschnittspreis der Wassergebühren von 1,49 Euro im Bodenseekreis. Zum Vergleich: In Heiligenberg kostet der Kubikmeter Trinkwasser derzeit 1,18 Euro, im Deggenhausertal bezahlen die Bürger 1,55 Euro und in Markdorf sind es 1,88 Euro je 1000 Liter. Der Landesdurchschnitt bei den Wassergebühren liegt bei 2,01 Euro.

Bei der letzten Preisanpassung im Jahr 2017 waren die Frickinger Wassergebühren um 15 Cent gestiegen.