Das Schweizer Trio Starbugs Comedy ist bereits in 30 Ländern aufgetreten. Wo viele Comedians aufgrund von Sprachbarrieren scheitern, heimsen Fabian „Fäbu“ Berger, Wassilis „Silu“ Reigel und Martin „Tinu“ Burtscher internationale Erfolge ein.

Die Frickinger feierten mit Starbugs.
Die Frickinger feierten mit Starbugs. | Bild: Martina Wolters

„Was wir machen, funktioniert weltweit“, sagt der 44-jährige Berger und ergänzt: „Durch Tanz und Bewegung inspirierte Jokes mit Geräuscheffekten und Musik“ kommen ohne Worte aus. Auszeichnungen und 20 Jahre gemeinsame Bühnenerfahrung sprechen dafür. Ihre Pantomimen, Clownerien oder Klang-Slapsticks kommen beim Publikum an, egal, ob sie in New York, Tokio oder in Frickingen zu Gast sind.

Publikum reagiert unterschiedlich

“Es war zwar nicht die Ursprungsidee, dass wir mit unserem Humor Völker verbinden, aber es ist superschön, wenn es so ist.“ Allein die Reaktionen auf ihren Showmix seien international unterschiedlich. Je nach kulturellem Hintergrund zeige sich Humor ganz verschieden. Das japanische Publikum beispielsweise verhält sich nach Aussage Bergers „eher ruhiger“. Nach der Show kämen die Zuschauer allerdings zu den Künstlern, fragten nach oder fotografierten.

Tinu, Silu und Fabü sorgen für Dauerlacher.
Tinu, Silu und Fabü sorgen für Dauerlacher. | Bild: Martina Wolters

Einen „tendenziellen Unterschied zwischen deutschem und Schweizer Humor“ macht Fabü nur in den ersten 15 Minuten aus. Besucher aus der Schweiz reagierten „abwartender und mit eher größerer Erwartungshaltung“. Deutsche Showgäste seien „von Beginn an mit Freude dabei“. Für das Programm der drei Berner Künstler spielt diese Art von Kulturunterschieden keine Rolle. „Das können wir überall ziemlich gleich durchziehen.“

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Am Anfang ihrer Karriere konnten die Comedians sich nicht vorstellen, „mehr als 30 Minuten lang ohne Sprache aufzutreten“. Mittlerweile dauern ihre sprachlosen Auftritte zwei Stunden und haben sich zu einem Alleinstellungsmerkmal in der Comedy-Szene entwickelt. „Das, was wir machen, funktioniert international.“

Fabü, Silu und Inu von Starbugs Comedy kennen sich schon aus Kindertagen und nehmen gern Alltägliches auf die Schippe.
Fabü, Silu und Inu von Starbugs Comedy kennen sich schon aus Kindertagen und nehmen gern Alltägliches auf die Schippe. | Bild: Martina Wolters

150 Mal treten sie inzwischen jährlich auf. Hauptberuflich sind sie seit zwölf Jahren unterwegs. Die Familienväter kennen sich bereits aus Kindertagen in der gleichen „1000-Seelen-Gemeinde“. Dort haben sie den gleichen Turnverein besucht und gemeinsame Hobby-Auftritte entwickelt.

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Ihre Berufe, Physiotherapeut (Fabü), Business Administrator (Silu) und Elektriker (Tinu), haben sie gegen ihre komischen Rollen getauscht. Am Liebsten treten sie im deutschsprachigen Raum auf. Schon wegen der Nähe zu ihren Familien und der Bekanntheit ihrer Songauswahl.

Frickinger feiern mit Starbugs

  • Zu Ehren der 30 Jahre währenden deutsch-schweizerischen Freundschaft zwischen den Gemeinden Frickingen und Frick hat der Herbstmarktausschuss die Schweizer Comedians in die Graf-Burchard-Halle geholt. „Es wird sehr gefährlich“, warnte Ausschussmitglied Herbert Rimmele zu Vorstellungsbeginn die rund 470 Starbugs-Comedy- Besucher vor möglichen Schmerzen im Brust- und Bauchbereich. Muskelkater vor lauter lachen ist in der Tat drin beim raschen Wechselspiel aus Tanz, Pantomime und Akrobatik. Gewürzt mit einer Prise Slapstick und zahlreichen kurz angespielten Hits der 80er und 90er erwächst schnell ein Dauerlacheffekt. Der Name ist im wahrsten Sinne des Wortes Programm bei „Crash Boom Bang“.
  • Worte fallen nicht viele an diesem Abend, dafür fallen wiederholt Leitern oder die drei Komiker selbst. Die Zuseher lachen und kreischen ob reitender Cowboys auf Spielzeugpferden, die gegen Blockflöte spielende Indianer kämpfen. Für viele Lacher sorgen Schmusetänze mit Gummipuppen, ein gelungener Mix aus Kuhlauten, Glockengebimmel inmitten von Schweizer Fähnchen oder ein Tennismatch im Zeitlupenmodus.
  • Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss: Angefeuert von Zugaberufen und Klatschen strippen sich Fabian Berger, Wassilis Reigel und Martin Burtscher in der Graf-Burchard-Halle um Kopf und Kragen.