Verdienter langer Applaus am Ende des Frühjahreskonzerts in der Frickinger Graf-Burchard-Halle. Die Südwestdeutsche Philharmonie lief unter dem Dirigat von Ari Rasilainen mit der niederländischen Violine-Solistin Rosanne Philippens zur Höchstform auf. Kompositionen von Felix Mendelssohn Bartholdy, Camille Saint-Saëns und César Franck standen auf ihrem Programm.

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Zur Einstimmung gab es Mendelssohns Ouverture zu Athalia. Schon hier zeigte das Orchester, wie gut es an diesem Abend aufgelegt war. Es folgte Mendeslsohns populäres Violinkonzert. Kaum ein Weltklasse-Violinist, der dieses Konzert nicht schon interpretiert hätte. Das Zusammenspiel von der virtuosen Philippens mit den Philharmonikern entwickelte sich zu einem musikalischen Genuss. Die Spielkunst Philippens vermochte auch die höchsten Töne mit einer warmen Note darzubieten. Dirigent Rasilainen achtete sehr auf die Harmonie zwischen der Solistin und seinem Orchester. Die Akzentuierungen waren punktgenau, Violine und Orchester beflügelten sich gegenseitig.

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Dieser Zauber blieb auch bei Camille Saint-Saëns „Introduction et Rondo capriccioso“. Die Musiker steckten viel Empathie in ihr Spiel. Besonders Philippens war das anzusehen. Es schien, als ob sie sich mit ihrem ganzen Körper in der Tonwolke des Orchesters auflöste. Nach dem großartigen Finale feiert das Publikum die Virtuosin und wollte sie nicht von der Bühne gehen lassen.

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Nach der Pause trugen die Philharmoniker in großer symphonischer Besetzung César Francks „Symphonie d-Moll FWV 48“ vor. Das Werk, die einzige Symphonie des belgischen Komponisten, feierte vor 130 Jahren seine Uraufführung in Paris. Es stieß zunächst auf Ablehnung. In der Interpretation der Südwestdeutschen Philharmonie ist das heutzutage nicht mehr vorstellbar. Francks Komposition mag eigenwillig sein, aber die wuchtige Musik brachte den Raum zum Vibrieren und hinterließ bei den fast 450 Zuhörern einen bleibenden Eindruck. Das Bodensee-Festival-Konzert in der nicht ausverkauften Graf-Burchard-Halle, mit seiner bekanntlich hervorragenden Akustik, hätte mehr Zuhörer verdient.