Gleich zwei sogenannte Actionbounds gehen auf das Konto von fünf Mitgliedern der Frickinger KJG (Katholische junge Gemeinde). „Es ist wie eine Schnitzeljagd mit Handy-Unterstützung“, erläutert Gruppenleiter Raphael Carli das Angebot.

Erkundungstour mit einer App

Mithilfe einer App können Interessierte eine etwa einstündige Entdeckungstour durch Altheim unternehmen oder sich rund 40 Minuten durch Frickingens Geheimnisse und Örtlichkeiten raten. Sinn und Zweck dabei ist es, dass Actionbound- Teilnehmer über Fragen, fotografierte Objekte und Minivideos den jeweiligen Weg selber entdecken.

Der eine Actionbound-Parcours führt durch Frickingen, der andere durch Altheim und wird per Handy-App angezeigt.
Der eine Actionbound-Parcours führt durch Frickingen, der andere durch Altheim und wird per Handy-App angezeigt. | Bild: Martina Wolters

Die Bilder der verschiedenen Orte, die von den fünf jungen Leuten fotografiert wurden, weisen den Spielern den Weg zum nächsten Standort. Wer mithilfe der Fotos nicht darauf kommt, bekommt als Hilfestellung die Lösung in Rätselform geliefert. Von daher können Ortskundige wie Gäste gleichermaßen mitspielen. Auch für Teams oder Schulklassen kann der Parcours laut Raphael Carli interessant sein.

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„Es ist ein Mix aus Such-, Schätz und Spaßaufgaben, der durchaus auch in Teams umgesetzt werden kann.“ Was die Spieler erwartet, haben sich Nils, Emilia und die beiden Charlottes zusammen mit Carli ausgedacht. Und das Ganze innerhalb der bundesweiten 72-Stunden-Aktion des BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend).

Sportliche Aufträge und Wissenswertes

Neben eher sportlichen Aufträgen, beispielsweise im Naturatelier einen möglichst hohen Turm zu stapeln, haben die Jugendlichen auch Informationen zum weltweiten Wasserverbrauch zusammengetragen. Nils erklärt, dass ihnen das Thema Umwelt und Nachhaltigkeit ein Anliegen war. „Es geht bei den zu lösenden Aufgaben auch darum, was man besser machen kann“, erklärt der Elfjährige.

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Sogar entsprechende Videos zu Dorfgeschichte, Naturschutz oder Bienensterben haben sie selbst gedreht. Dazu haben die Jugendlichen den Wissenshund Wuffel erfunden. In einem ausgeliehenen Hundekostüm der Fasnacht treten die Kids den Actionbound-Spielern in Erscheinung und geben Wissenswertes aus Region und Umwelt zum Besten.

Dreharbeiten machen besonders viel Spaß

Das Drehen hat der KJG-Gruppe am meisten Spaß gemacht. „Vor allem unsere witzigen Texte und die Outtakes“, erzählt Emilia. Bei der späteren Kontrolle der Minifilme hätten sie auch den einen oder anderen kleinen Schönheitsfehler korrigieren müssen. So mussten sie etwa eine Videosequenz wegen eines vorher nicht bemerkten Rasenmäher-Hintergrundgeräuschs nachvertonen. Insgesamt sei es sehr spannend gewesen.

Erster offizieller Actionbound in der Region

Dass sie den ersten offiziellen Actionbound in der Region auf die Beine gestellt haben, macht die Jugendlichen stolz. “Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen“, finden sie. Bei Gelegenheit möchten sie das Ganze „noch ein bisschen ausfeilen“. Die Wegstrecke möchten sie noch ausbauen und auch noch ein wenig tiefer in die Gemeindegeschichte einsteigen. Während der drei 72-Stunden-Projekttage seien sie doch sehr in Eile gewesen. Das Projekt bewerten alle Teilnehmer einhellig als „mega cool“.