Aus Frickingen wird eine Blumenwiese, davon träumt Imker Jürgen Stukle beim gestrigen Schmotzigen Dunschtig, so scheint es. Dann kann sein fleißiges Bienenvolk, ehemals die Rathausmannschaft, ausschwärmen und für den entmachteten Bürgermeister viel Honig ernten – um ihm denselbigen dann ums Maul zu schmieren, weil er schon wieder einen Preis gewinnt. Der European-Energy-Award und der Preis bei "Holz-Pro-Klima" sind eben nicht genug. Aber Vorsicht, Bernhard, der nimmersatte Bär und Honigdieb, könnte diesen Plan vereiteln und doch noch dafür sorgen, dass der heimliche Wunsch des Schultes, Frickingen zum honigsüßesten Blumendorf am holzigsten Wege Deutschlands zu machen, nicht aufgeht.

Aber auch das Arbeitervolk im preisverwöhnten Bienenstaat entwickelt dazu ganz eigene Ideen. Gemeinderat "Solar-Gottfried" träumt ebenfalls. Ein großes Solardach über dem ohnehin schon sonnigem Dorf könnte den Marihuana-Anbau begünstigen und getreu seinem Motto: "Bedenken Second" schon bald zu einer sprudelnden Einnahmequelle der Gemeinde werden. Wen wundert es da, dass die "Olchis aus Schmuddelfing" gleich mehrfach zu Besuch sind, um, wie im Kinderbuch beschrieben, auf der Müllkippe den Dreck zu fressen, um das "preis-geile" Frickingen zusätzlich auch noch zum saubersten Holz-Platz Deutschlands zu machen. Kurz: Ein perfekter Rathaus-Sturm also, mit Dreckspringern, Rickenbacher Hennen, dem Musikverein im schwarz-pinken Einerlei, der Zimmermanns-Gilde mit Würstchen und den Narreneltern mit der schönsten Narrenmutter Deutschlands, Christian Allweier – um den Frickingern hier schnell noch einen neuen Titel zu schenken.

Narri!