Eine besondere Atmosphäre des Miteinanders durchzog den Neujahrsempfang in der Graf-Burchard-Halle wie ein roter Faden. Mit einem von vielen Händen getragenen Programm mit abwechslungsreich bebildertem Rück- und Ausblick sowie Musik schien die mehr als drei Stunden dauernde Veranstaltung wie im Flug zu vergehen.

Volles Haus beim Neujahrsempfang: Zufrieden folgen die rund 300 Gäste der Veranstaltung und quittierten die vielen emotionalen Eindrücke aus Bild-, Wort- und Musikbeiträgen mit mehrfach gespendetem Beifall.
Volles Haus beim Neujahrsempfang: Zufrieden folgen die rund 300 Gäste der Veranstaltung und quittierten die vielen emotionalen Eindrücke aus Bild-, Wort- und Musikbeiträgen mit mehrfach gespendetem Beifall. | Bild: Martina Wolters

Die Vorstellung des Buchs über den Bruckfelder Visionär Josef Maier durch Heimatautor Albert Mayer setzte einen besonderen Glanzpunkt. Daniel Suter von der Partnergemeinde Frick betonte die lebendige Partnerschaft. Offensichtlich zufrieden folgten die rund 300 Gäste dem Verlauf und quittierten die vielen emotionalen Eindrücke aus Bild-, Wort- und Musikbeiträgen mit mehrfach gespendetem Beifall.

Das Erstexemplar seines Buchs über den Visionär Josef Maier übergibt Autor Albert Mayer (links) an Olivier Francois.
Das Erstexemplar seines Buchs über den Visionär Josef Maier übergibt Autor Albert Mayer (links) an Olivier Francois. | Bild: Martina Wolters

Neben den Investitionen 2018 und dem für die Gemeindegröße "sehr ambitionierten" Investitionspensum für das angelaufene Jahr legte Bürgermeister Jürgen Stukle in seiner Neujahrsansprache den Fokus auch auf die "freudigen, emotionalen Momente".

Bürgermeister Jürgen Stukle schließt in einem weiten Bogen seiner Neujahrsrede alle Gemeindeaktiven mit ein.Trotz großer Investitionen sieht er die Gemeinde gut gerüstet für 2019.Bilder: Martina Wolters
Bürgermeister Jürgen Stukle schließt in einem weiten Bogen seiner Neujahrsrede alle Gemeindeaktiven mit ein.Trotz großer Investitionen sieht er die Gemeinde gut gerüstet für 2019.Bilder: Martina Wolters | Bild: Martina Wolters

Er nannte die Jubiläumsveranstaltungen der Frickinger Filmauslese, des Naturerlebnisbads, die Musicalvorführung der Grundschüler und die Entgegennahme der Zertifizierungsurkunde zur europäischen Energie -und Klimaschutzgemeinde als Beispiele. Kulturamtsleiterin Birgit Bergmüller hatte eine Bilderschau ausgearbeitet.

Johann Thum vom DRK-Ortsverein Salemertal (rechts) und Bürgermeister Jürgen Stukle (links) danken den Blutspendern (hinten, von links): Carsten Liebold, Andreas Abt, Benjamin Datz, Magdalena Ziegler und Ingo Hodapp. Vorne: Gerda Knor,Hermann Grundler, Daniel Sommerfeld, Tatjana Schindler, Johann Thum.
Johann Thum vom DRK-Ortsverein Salemertal (rechts) und Bürgermeister Jürgen Stukle (links) danken den Blutspendern (hinten, von links): Carsten Liebold, Andreas Abt, Benjamin Datz, Magdalena Ziegler und Ingo Hodapp. Vorne: Gerda Knor,Hermann Grundler, Daniel Sommerfeld, Tatjana Schindler, Johann Thum. | Bild: Martina Wolters

Für die Zuhörer ergab sich der Eindruck, dass alle in der Gemeinde Aktiven gewürdigt wurden. Der Bürgermeister spannte seinen Bogen von ehrenamtlichen Unterstützern der Flüchtlingsintegration, in der Jugend- und Seniorenbetreuung, im kulturellen Bereich bis hin zu den Lehrkräften und den neu eingerichteten Rathaussprechzeiten von Familientreffleiterin Hannah Monkos.

Der Musikverein Altheim sorgt mit Dirigent Stefan Strecker für das festlich-musikalische Rahmenprogramm.
Der Musikverein Altheim sorgt mit Dirigent Stefan Strecker für das festlich-musikalische Rahmenprogramm. | Bild: Martina Wolters

Die Ratsentscheidung für einen Grundschulneubau und die Umstrukturierung des vorhandenen Schulareals sei genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen. Vorhandene Ganztagesplätze in der U3-Betreuung seien belegt und müssten mittelfristig ausgebaut werden. Hinzu kommt laut Stukle die steigende Nachfrage nach Hausaufgabenbetreuung plus Mittagstisch. Gemeinsam mit allen Verantwortlichen will er an einem neuen und qualitätsvollen pädagogischen Gesamtkonzept arbeiten.

Volles Haus beim Neujahrsumtrunk: Zufrieden folgten die rund 300 Gäste dem Verlauf und quittierten die vielen emotionalen Eindrücke aus Bild-, Wort und Musikbeiträgen mit mehrfach gespendetem Beifall. Bild: Martina Wolters
Volles Haus beim Neujahrsumtrunk: Zufrieden folgten die rund 300 Gäste dem Verlauf und quittierten die vielen emotionalen Eindrücke aus Bild-, Wort und Musikbeiträgen mit mehrfach gespendetem Beifall. Bild: Martina Wolters | Bild: Martina Wolters

Im weiteren Ausblick kamen geplante Baumaßnahmen und entstehende Einschränkungen zur Sprache. Zu den beschlossenen Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduktion am Frickinger Kreisel und am Ortseingang Leustettens bat Stukle um "notwendige Disziplin".

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Die Arbeiten würden mehrere Monate dauern und eine entsprechende Umleitung werde zur Herausforderung. Ebenso berichtete er von kleinen Erfolgen im Zusammenhang mit der stark befahrenen Altheimer Ortsdurchfahrt. Im Frühjahr sei ein zusätzlicher Fußgängerüberweg beim Geschäftshaus zugesagt. Eine zweite Tempo-Überwachungsanlage sowie Beschränkungen für Schwerlaster will er "im Auge behalten".

Bürgermeister Jürgen Stukle übergibt Spenden für einen neuen Jugendbus an Alfred Keller.
Bürgermeister Jürgen Stukle übergibt Spenden für einen neuen Jugendbus an Alfred Keller. | Bild: Martina Wolters

Zusätzlich zum 30. Geburtstag der Städtepartnerschaft mit gegenseitigem Austausch kündigte Stukle als neue Veranstaltung einen Apfelblütenstaffellauf in Kooperation mit der Bäckerei Baader für Anfang Mai an. Statt um Wettbewerben soll es um Freizeitgestaltung gehen. Er freute sich außerdem, Spendengelder von 1230 Euro an die Jugendabteilung des örtlichen Fußballvereins zu übergeben. Das Geld soll für einen neuen Bus für die 160 Jugendlichen genutzt werden.

Außergewöhnliche Geschichte eines Bruckfelders

  • Buchwürdigt Frickinger Tüftler: "Josef Maier – Erfinder, Unternehmer, Mensch" hat Heimatforscher Albert Mayer die in zwei Sprachen verfasste Biografie betitelt. Es ist die außergewöhnliche Geschichte eines Bruckfelders, der als ehemaliger Kriegsgefangener in Frankreich aufgrund seiner technischen Fertigkeiten zum Ingenieur wird und schließlich seine große Liebe findet. Gemeinsam kehren Bernadette und Josef Maier bis zu seinem Tod immer wieder nach Frickingen zurück und gründen schließlich die nach ihnen benannte Stiftung zum Erhalt des Tüftlermuseums. Erfindungen sowie Anekdoten rund um die Maiersche Persönlichkeit sind in dem Buch festgehalten. Es ist gegen eine Spende im Rathaus zu erhalten. Beim Neujahrsumtrunk konnte der stellvertretende Stiftungsratsvorsitzende Olivier Francois anstelle der erkrankten Bernadette Maier das Erstexemplar entgegennehmen.
  • Mahnende Wortebei Blutspenderehrung: Bevor Johann Thum vom DRK-Ortsverein Salemertal die regelmäßigen Blutspender ehrte, schickte er angesichts sinkender Spenderzahlen eine eindringliche Warnung an die Empfangsgäste. Eine gemeinsame Aktionen mit dem Narrenverein habe nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Trotz der Kampagne habe es lediglich drei Neuspender mehr gegeben als im Vorjahr. Viele Menschen reagierten mittlerweile gleichgültig auf die Not ihrer Mitmenschen. Erst, wenn sie selbst oder jemand aus ihrer Familie eine Blutspende brauche, würden sie die Wichtigkeit erkennen. "Unsere Gesellschaft ist auf Ihre Spende angewiesen", betonte er. Gemeinsam mit Bürgermeister Stukle ehrte er anschließend die fleißigen Blutspender der Gemeinde. Geehrt wurden Andreas Abt, Hermann Grundler und Gerda Knor für 50 Blutspenden. 25 Mal Blut gaben Benjamin Datz, Ingo Hodapp, Carsten Liebold und Magdalena Ziegler. Zehn Mal dabei waren Tatjana Schindler und Daniel Sommerfeld.