Die Marschrichtung ist klar: Möglichst viele Bürger aus Frickingen und Umgebung sollen künftig besser an die Nachbarkommunen angebunden werden. Das „Wie“ zu prüfen, damit haben die Gemeinderäte in der öffentlichen Sitzung begonnen. Sie informierten sich bei Oliver Buck und Rupert Mayer vom Landratsamt Bodenseekreis über das bereits vorhandene und mögliche neue Angebote der RAB (ZugBus Regionalverkehr Alb Bodensee).

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Verschiedene Lösungen wie Car-Sharing, Bürgerbus, ergänzende Busfahrten oder Kombinationen mehrerer Konzepte stehen laut Bürgermeister Jürgen Stukle zur Debatte. Das von den beiden Verkehrsplanern vorgestellte Mobilitätskonzept sieht zunächst eine alle zwei Stunden verkehrende Rufbusvariante vor, um alle Gemeindeteile miteinander zu verbinden.

Neue Direktverbindungen sollen Haltepunkte verbinden

Neue Direktverbindungen könnten beispielsweise bisher ausgeklammerte Bereiche wie Gailhöfe mit dem Haltepunkt Frickingen Adler verbinden. Ferner könnte es ermöglicht werden, in Richtung Pfullendorf/Illmensee zu gelangen. Michael Baader (FW) bewertete das Rufbusangebot positiv. Er vermisste aber eine direkte Anbindung an den Salemer Bahnhof. „Es wäre sehr wichtig, schnell nach Salem zu kommen“, unterstrich Baader.

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Uwe Maier (CDU) bezeichnete das Vorgestellte als guten Ansatz. „Wir leben von unseren Gästen“, meinte er. Es sei notwendig, dass touristische Ziele gut erreichbar seien. Medea Conrad (UB) fragte nach der Zielgruppe. Das Zusatzangebot sei für normale Bürgerfahrten gedacht. Berufspendler und Schüler sind demnach per Regelbus abgedeckt. Gottfried Grundler und Susanne Zerwes (beide FW) interessierten sich für Finanzierung und Ablauf.

Gremium will jetzt weitere Konzepte prüfen

Das Emma-Projekt biete eine dauerhafte Maximalförderung von 60 Prozent. Nach Abzug der Fördersumme verblieben noch rund 35 000 Euro bei der Gemeinde. Besitzer von Echt-Bodensee-Card oder Schülermonatskarte könnten kostenlos mitfahren. Allerdings verkehre Emma nur auf vorherige Anmeldung bis 60 Minuten vorab. Mit den erlangten Hintergrundinformationen will das Gremium noch weitere Konzepte prüfen.