Von klassisch-harmonisch bis fetzig-modern reichte die Blasmusik der 40 Musiker des Musikvereins Frickingen, dirigiert von Herbert Mayer, am Samstagabend. Großen Gefallen fand das Publikum an den dargebotenen, anspruchsvollen Konzertwerken. Ganz oben auf der Liste stand dabei das Konzertwerk "Mount Everest" von Rossano Galante.

Zum zweiten Mal hat Dirigent Herbert Mayer das Programm zum Festkonzert zusammengestellt. Der Mix aus klassisch, anspruchsvoll und unbeschwert kommt gut an.
Zum zweiten Mal hat Dirigent Herbert Mayer das Programm zum Festkonzert zusammengestellt. Der Mix aus klassisch, anspruchsvoll und unbeschwert kommt gut an. | Bild: Martina Wolters

"Es ist eine Komposition über die epische Schönheit und überwältigende Macht des höchsten Berges der Welt", kündigte Moderatorin Lena Handl das niveauvolle Werk an. Die "rhythmisch und melodiös gegeneinander laufenden Register" hätten dem recht jungen Klangkörper Einiges abverlangt, verriet der musikalische Leiter. Jede Klanggruppierung habe sich "sattelfest" zeigen müssen, erklärte Mayer. "Jeder hat sein Bestes gegeben", äußerte er sich im Anschluss zufrieden.

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Die Zuhörer belohnten den Einsatz der Instrumentalisten mit anerkennendem Applaus. Viel Beifall spendeten sie auch für die anspruchsvolle, "fiktive Filmmusik" Adventure und deren typischen Hollywoodklang mit feierlichen und rhythmischen Elementen und einem dramatischen Schlusspunkt. Die Gäste wünschten sich nach dem zweistündigen Konzert eine Zugabe.

Von klassisch-harmonisch bis fetzig-modern reicht das Programm, das der Musikverein Frickingen zum Jahresabschluss präsentiert.
Von klassisch-harmonisch bis fetzig-modern reicht das Programm, das der Musikverein Frickingen zum Jahresabschluss präsentiert. | Bild: Martina Wolters

Zum zweiten Mal hatte der Kapellenleiter das Konzertprogramm zusammen gestellt und offensichtlich eine gute Wahl getroffen. So auch mit dem pfiffigen Zugabenstück "The Royal Scottsmann", einer vertonten Zugreise durch Schottland. Stilecht erklang der Startpfiff des Schaffners, dessen Pfeiftöne in Folge immer wieder auftauchten. Mit der unbeschwerten Reise endete das Adventskonzert der Frickinger Kapelle. Der Musikvereinsvorsitzende Stefan Kunle bedankte sich beim Dirigenten, der den Verein im Vorjahr übernommen hatte, für die dreimonatige Probenarbeit. Sein Dank galt auch den drei Aushilfen auf der Bühne: Jonas Fitz (Saxofon), Alexander Fügner (Horn) und Fabian Kienzle (Schlagzeug).

Angesichts fehlender Nachwuchskräfte freute er sich umso mehr über diejenigen Kräfte, "die uns jahrelang treu sind". Zusammen mit Egbert Benz, dem Vizepräsidenten des Blasmusikverbands Bodenseekreis, ehrte er vier langjährige Mitglieder. 30 Jahre ist demnach Manuel Dannecker dabei. Egal ob am Flügelhorn, an der Trompete am E-Bass oder bei der Jugendausbildung, er sei immer präsent, betonte Kunle. Jeweils für zehnjährige Mitgliedschaft wurden Lea Handl, Benedikt Geiger und Philipp Müller ausgezeichnet und von den Kollegen mit einem Konzertmarsch geehrt.