Gemeinde und Bürger schätzen offensichtlich die ehrenamtlich geleistete Arbeit ihrer Feuerwehrmänner. Zur ökumenischen Weihe des neuen Löschfahrzeugs LF10 konnte Kommandant Josef Keßler so viele Besucher im und um das Gerätehaus herum begrüßen, dass es ihm kurz die Sprache verschlug.

Bürgermeister Jürgen Stukle sprach von einem "Tag der Freude für die Gesamtgemeinde" und überreichte einen gebackenen Riesen- Zündschlüssel. Der Schutz für alle Bürger habe sich durch das technisch bestens ausgestattete Feuerwehrlöschfahrzeug verbessert. Schon vier Mal sei es bereits im Einsatz gewesen. Bei einem Waldbrand in einer Nacht Anfang Mai habe es unerlässliche Dienste geleistet. Mittels ausfahrbarer Teleskopleuchte hätten die Einsatzkräfte sich in der nächtlichen Dunkelheit mit unbekannter Wegeführung schnell und sicher zu Recht finden und unter großer physischer Belastung agieren können. Zugleich verwies Stukle auf die zähe Suche nach neuen Feuerwehrleuten. "Es ist vor allem ein gutes Gefühl, im Notfall helfen zu dürfen", warb er. Günther Laur vom Kreisfeuerwehrverband formulierte drastischer: "Wenn Sie weiterhin innerhalb von zehn Minuten nach Notruf Hilfe haben wollen, sollten Sie mithelfen", sagte der Verbandsvorsitzende. Die Gemeinde habe ihre Hausaufgaben gemacht", lobte er die gemeindliche Investition von 170 000 Euro in das neue Allrad- Einsatzfahrzeug.

Im Anschluss an den Segen für das neue Feuerwehrauto kann der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Günther Laur (links) noch eine Ehrung vornehmen. Er zeichnet Hubert Kienzle mit dem Ehrenkreuz in Bronze aus und dankt ihm für dessen "außerordentliches Engagement" als stellvertretender Kommandant über zehn Jahre. Bild: Martina Wolters
Im Anschluss an den Segen für das neue Feuerwehrauto kann der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Günther Laur (links) noch eine Ehrung vornehmen. Er zeichnet Hubert Kienzle mit dem Ehrenkreuz in Bronze aus und dankt ihm für dessen "außerordentliches Engagement" als stellvertretender Kommandant über zehn Jahre. Bild: Martina Wolters

"Nicht auf die anderen schieben, sondern selber tätig werden", drückte Dekan Peter Nicola die Suche nach Helfern aus. Zusammen mit dem evangelischen Pfarrer Matthias Schmidt vollzog er die Weihe. Nicolas schmunzelnd vorgebrachte Zweifel zur Funktionstüchtigkeit des Martinshorns ließen den Kommandanten prompt reagieren. Die Festgäste hielten sich lachend die Ohren zu. Bei den gesungenen Schmankerln des Gemischten Chores Heiligenberg indes hörten sie genau hin. Besonders der liebevoll umgedichtete Schlager "Mein kleiner grüner Kaktus" freute Anwesende und Kommando. "Mein neues rotes Auto steht endlich vor der Tür" sang das Chorensemble um Maria Brommer.

Einen symbolischen Zündschlüssel hält Bürgermeister Jürgen Stukle für den Feuerwehrkommandanten Josef Keßler bereit. Bild: Martina Wolters
Einen symbolischen Zündschlüssel hält Bürgermeister Jürgen Stukle für den Feuerwehrkommandanten Josef Keßler bereit. Bild: Martina Wolters

Im Anschluss an den Segen für das neue Feuerwehrauto zeichnete Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender Günther Laur Hubert Kienzle mit dem Ehrenkreuz in Bronze aus und dankte ihm für dessen "außerordentliches Engagement" als stellvertretender Kommandant über zehn Jahre.