20 junge Leute bilden das Leitungsteam der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) Frickingen-Altheim. Sie sind eigenverantwortlich unterwegs und opfern viel Freizeit, um Kindern und Jugendlichen ab neun Jahren regelmäßig ein breites Programmspektrum anzubieten. Zusätzlich zu einem jährlich von ihnen durchgeführten Sommerlager, beteiligen sie sich Ende Mai erneut an der 72-Stunden-Aktion, einem Sozialprojekt des Bunds der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Zusammen Kickern, Klönen oder Kochen – die KjG-Gruppenstunde bietet Raum für die Jugend aus Frickingen und Umgebung.
Zusammen Kickern, Klönen oder Kochen – die KjG-Gruppenstunde bietet Raum für die Jugend aus Frickingen und Umgebung. | Bild: Martina Wolters

„Bei dem Pensum, das wir anbieten, brauchen wir ein so starkes Team“, weiß Achim Stengele, der seit 15 Jahren eine leitende Funktion innehat. Neben den wöchentlich stattfindenden Gruppenstunden freitags und sonntags, stehe einmal monatlich ein größerer Ausflug auf dem Programm. Im Winter ging es beispielsweise zum Schlittschuh laufen, im Frühjahr besuchten sie die Ulmer Trampolinhalle und nahmen außerdem an einem Treffen aller KjG-Gruppen Deutschlands in Gelsenkirchen teil. Das von den KjG-lern organisierte Krippenspiel vor Weihnachten ist genauso gesetzt, wie die Disco-Veranstaltung zur Fasnachtszeit. Hinzu kommt ein zehntägiges Ferienlager, das in diesem Jahr im Kleinwalsertal stattfindet und am 19. August startet. „50 bis 60 Kinder nehmen jedes Jahr an dem von uns organisierten Sommerlager teil“, sagt Stengele. Für die Kinder sei das „wie Kluburlaub“ mit drei Programmangeboten pro Tag. Für die ehrenamtlich tätigen Jugendleiter bedeutet das, viel freie Zeit zu investieren. „Es gibt zwar viel zu organisieren und zwischendurch ist es durchaus stressig, aber das Ergebnis entschädigt in jedem Fall dafür“, erklärt Sarah Mayer aus Lippertsreute. Die 17-Jährige ist ein Jahr im Leitungsgremium aktiv. „Es war für mich eine Ehre, gefragt zu werden, ob ich Jugendleiterin werde“, erinnert sie sich. Auch ihr Teamkollege Achim Stengele nimmt die Herausforderungen des Ehrenamts immer noch gerne an. “Es macht einfach Spaß, den Kindern einen Raum zu bieten, wo sie sich treffen können“, findet er.

Jugendraum renoviert

Apropos Raum: Die in die Jahre gekommenen Räumlichkeiten im Pfarrheim haben er und seine Kollegen im vergangenen Jahr mithilfe von Freunden selbst saniert. „Wir haben Böden rausgerissen und verlegt und Farbe von den Wänden gekratzt.“ Herausgekommen ist ein großer und heller Jugendraum inklusive neuer, von Gemeinde und Seelsorgeeinheit gesponserter Küche mit direktem Zugang nach draußen.

Wertvolle Jugendarbeit

Beim sonntäglich angebotenen Jugendtreff findet hier ein fröhliches Miteinander von Leitern und Besuchern statt. Es wird Pizza gebacken, Kicker gespielt und die Jugend nutzt die Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Stengele legt Wert darauf, dass hier jeder Jugendliche ab 14 Jahren willkommen ist. „Bei uns muss man nicht katholisch und auch nicht aus Frickingen sein“, betont er. Marie Schuchter zum Beispiel kommt aus Ernatsreute in den Treff. „Wegen der netten Leute und weil wir hier viel Spaß haben“, führt das 16-jährige Mädchen an. Für Bürgermeister Jürgen Stukle leistet die KjG neben den örtlichen Vereinen „unglaublich wertvolle Jugendarbeit.“

Die Frickinger KjGler nehmen zum wiederholten Mal an dem 72-Stunden- Sozialprojekt des BDKJ Ende Mai teil (von links): Marie Schuchter, Achim Stengele,Felix Koch, Leonard Zerwes, Fabian Kienzle, Nico Trendelburg, Sarah Mayer, Aurelia Müller; (vorne) Tim Endres und Michael Kohler.
Die Frickinger KjGler nehmen zum wiederholten Mal an dem 72-Stunden- Sozialprojekt des BDKJ Ende Mai teil (von links): Marie Schuchter, Achim Stengele,Felix Koch, Leonard Zerwes, Fabian Kienzle, Nico Trendelburg, Sarah Mayer, Aurelia Müller; (vorne) Tim Endres und Michael Kohler. | Bild: Martina Wolters

Über das Gruppen-und Ferienangebot hinaus, haben sich die jungen Leute schon mehrfach bei der 72-Stunden-Aktion für die Gemeinde stark gemacht. So gehen unter anderem Grillhütte und Beachvolleyballplatz auf das Konto ihrer Arbeit. Auch den Spielplatz beim Frickinger Kindergarten haben sie hergerichtet und einen Zaun drum herum gebaut. Wo sich die KjG-Crew in sechs Wochen in der Gemeinde engagiert, ist noch geheim. Ehemalige KjG-Leiter und Gemeindeverwaltung haben sich etwas ausgedacht für sie, was erst am 23. Mai um 17.07 Uhr zum Start der Aktion bekannt gegeben wird. Fest steht aber, dass es mindestens 60 junge Leute sein werden, die mitmachen. „Das Projekt dann kurzfristig zu organisieren und in drei Tagen umzusetzen wird für uns nur schaffbar, wenn uns viele Frickinger helfen“, unterstreicht Stengele und hofft wie bei den letzten Malen auf rege Mithilfe aus der Bevölkerung.

Katholische junge Gemeinde Frickingen-Altheim

Die KjG Frickingen-Altheim mit zwanzig zertifizierten Jugendleitern bietet auf verschiedenste Art und Weise Raum für junge Leute aus Frickingen und Umgebung.

Die Gruppenstunde für Kinder ab neun Jahren findet immer freitags von 16 bis 17 Uhr statt. Jugendliche ab 14 Jahren können jeden Sonntag den offenen Treff im Pfarrheimkeller besuchen.

In dem von der KjG organisierten Jugendlager vom 19. bis 28. August sind noch Plätze frei. Anmeldungen müssen bis spätestens 30. Juni im KjG-Briefkasten beim Pfarrhaus abgegeben werden. Anmeldeformulare liegen im Pfarrhaus und im Rathaus aus. Antragsformulare für eine Bezuschussung der Ferienmaßnahme sind im Pfarrhaus erhältlich.