Wie die Polizei mitteilt, befolgte der Mann die vermeintliche Hilfestellung und wurde in dem folgenden Telefonat von einem falschen Microsoft-Mitarbeiter aufgefordert, diverse Tastenkombinationen auf dem PC einzugeben. Hierdurch gelang es den Unbekannten, einen Fernzugriff auf den Computer einzurichten und teils Dateien zu löschen oder zu verändern und zusätzlich das Onlinebanking-Programm aufzurufen. Nach Ausfüllen einer Überweisung forderten die Erpresser den 76-Jährigen auf, mittels Tan-Generator eine Tan zu erzeugen und zur Autorisierung der Transaktion einzugeben, da ansonsten seine gelöschten Daten nicht wiederhergestellt würden.

Mindestens eine Überweisung

Nachdem der Geschädigte auch hier einwilligte, erfolgte mindestens eine Überweisung, ein Zugriff auf seine Dateien wurde aber nach Polizeiangaben bis zuletzt nicht gewährt. Die Polizei hat auch unter Einbindung der betroffenen Bank Ermittlungen eingeleitet. Inwieweit weiterer finanzieller Schaden entstanden ist oder möglicherweise Überweisungsversuche noch zurückgebucht werden können, bedarf der Abklärung. Die Polizei weist darauf hin, dass seriöse Unternehmen wie Microsoft nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen. Appelliert wird, auf keinen Fall private Daten herauszugeben oder Zugriff auf den Computer zu gewähren, beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware. Personen, die Opfer wurden, sollten laut der Polizei ihren PC vom Internet trennen und runterfahren. Danach ist Kontakt mit der Polizei und der eigenen Bank aufnehmen.

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