Die seit Jahren vorgesehene Radwegverbindung zwischen Altheim und Lippertsreute rückt näher. In der vergangenen Sitzung sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, die Planungsleistungen für einen ersten Bauabschnitt an das Ingenieurbüro Pirker und Pfeiffer aus Münsingen zu vergeben. Den landschaftspflegerischen Begleitplan für die Maßnahme soll das Büro 365 Grad Freiraum und Umwelt aus Überlingen aufstellen.

Kreis und Stadtwerk planen Arbeiten auf derselben Trasse

Der erste Abschnitt ist von Altheim her kommend bis zum Abzweig Bruckfelden angedacht. Bürgermeister Jürgen Stukle rechnete damit, dass die erste Bauphase wegen größeren Planungsaufwands erst 2020 ungesetzt werden kann. Außerdem kündigte er Synergieeffekte im Tiefbau an, da der Landkreis sowie das Stadtwerk am See genau auf der vorgesehenen Trasse die Verlegung von Glasfaser- und Gasleitungen planten.

Bürgermeister Stukle: Dringend notwendiger Lückenschluss Richtung Überlingen

Bis zur Realisierung des zweiten Abschnitts könnte der Radweg gemäß Machbarkeitsstudie der Münsinger Ingenieure über Bruckfelden weg von der Landesstraße 200 Richtung Lippertsreute geführt werden. Der Bürgermeister unterstrich, es handle sich bei dem Fahrradweg um einen dringend notwendigen Lückenschluss Richtung Überlingen.

Radfahren entlang der Landesstraße 200 nicht sicher

Dass es überhaupt zu dem Bau kommt, ist laut Stukle auf Eigeninitiative der Gemeinde zurückzuführen. Denn das Regierungspräsidium Tübingen war in einem Anhörungsentwurf von 2009 zwar zu dem Ergebnis gekommen, dass das Radfahren entlang der L 200 nicht sicher ist, habe aber aufgrund fehlender Planungskapazitäten die weitere Radwegplanung nicht verfolgen können.

Gemeinde gab auf eigene Kosten Machbarkeitsstudie in Auftrag

Wie der Bürgermeister ausführte, habe die Gemeinde daher nach Rücksprache mit dem Regierungspräsidium die Planung selbst in die Hand genommen. Auf eigene Kosten beauftragte sie eine Machbarkeitsstudie. Ziel war es, die beste Trassenführung herauszufiltern. Die eingereichte Studie in Kombination mit dem Hinweis auf die möglichen Synergien mit Kreis und Stadtwerk am See führte schließlich zum Erfolg.

Regierungspräsidium sagt Übernahme der Planungs- und Realisierungskosten zu

Das Regierungspräsidium habe im Juli grünes Licht gegeben, sagte der Bürgermeister. Die Übernahme der Planungs- und Realisierungskosten sei zugesichert worden, allerdings unter der Prämisse, dass die Kommune die Baumaßnahme in Eigenregie umsetzt. Vor der Genehmigung der Planung müssten aber noch die Träger öffentlicher Belange gehört werden. Ratsmitglied Gottfried Grundler (FW) erkundigte sich, ob schon Gespräche mit betroffenen Grundstücksbesitzern geführt worden seien. Der Bürgermeister gab sich zuversichtlich. In den Vorjahren hätten die Eigentümer ihr Einverständnis bereits signalisiert. "Jetzt kommt erst die Planungsphase und danach führen wir Einzelgespräche", meinte Stukle.