Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung einem neuen Betriebskostenvertrag für den Waldorfkindergarten rückwirkend zum Jahresanfang zugestimmt. Im laufenden Haushaltsjahr beteiligt sich die Gemeinde mit rund 80 000 Euro an den Betriebsausgaben. Das sind 6000 Euro mehr als bisher. Zugleich genehmigte der Rat eine einmalige Ausgleichszahlung von 12 500 Euro an den Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik. Ferner sollen künftig freie Kindergartenplätze vorrangig an Frickinger Kinder vergeben werden.

Elternbeiträge und Frühstücksgeld decken rund 20 Prozent

Kämmerer Florian Keller stellte die neue finanzielle Beteiligung im Einzelnen dar. Die Betriebsausgaben setzen sich zusammen aus Personalausgaben von 100 500 Euro zuzüglich Sachausgaben von 9500 Euro. Durch Elternbeiträge (24 000 Euro) und Frühstücksgeld (2000 Euro) werden rund 20 Prozent der betrieblichen Ausgaben gedeckt.

Gut verpackt im Garten unterwegs: (von links) Benjamin, Levi, Vitus, Marian, Liam und Nils mit Anerkennungspraktikant Marvin Sprang.
Gut verpackt im Garten unterwegs: (von links) Benjamin, Levi, Vitus, Marian, Liam und Nils mit Anerkennungspraktikant Marvin Sprang. | Bild: Martina Wolters

Gemeinde übernimmt 70 Prozent des Fehlbetrags von 14 700 Euro

Die Gemeinde trage dieses Jahr neben dem gesetzlichen Mindestzuschuss von 63 Prozent zusätzlich 70 Prozent (bisher 8,75 Prozent) des verbleibenden Fehlbetrags, der sich auf 14 700 Euro beläuft. „Umgerechnet entspricht dies rund 95 Prozent aller nach Abzug der Elternbeiträge und sonstiger Einnahmen nicht gedeckten Betriebsausgaben“, sagte Keller.

Sonderzahlung der Gemeinde soll Defizit ausgleichen

Er erläuterte, dass der Betriebskostenzuschuss der Gemeinde in den vergangenen Jahren nicht ausgereicht habe. Der Förderverein, der den Kindergarten trägt, habe eine zweckgebundene Rücklage auflösen müssen. Die Sonderzahlung der Gemeinde soll das entstandene Defizit ausgleichen. Keller unterstrich, der Trägerverein erwirtschafte seinen Eigenanteil am Kindergartenbetrieb von rund 4500 Euro über Mitgliedsbeiträge und Einnahmen aus Veranstaltungen. Darüber hinaus leisteten die Vereinsmitglieder viele ehrenamtliche Stunden.

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21 Kinder von drei bis sechs Jahren in Regelgruppe

Bürgermeister Jürgen Stukle betonte, der Waldorfkindergarten sei fester Bestandteil des gemeindlichen Kindergartenbedarfsplans. 21 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren besuchen hier die Regelgruppe. Die Leitung hat Natascha Fritz. Ihr stehen Zweitkraft Corinna Basalone und Anerkennungspraktikant Marvin Sprang zur Seite. Geöffnet ist der Kindergarten montags bis freitags von 7.30 bis 14 Uhr.