Das Oberschwäbische Jugend-Blasmusik-Festival trägt seinen Namen zu Recht. Davon konnten sich die 500 Besucher am Samstag in der übervollen Graf-Burchard- Halle überzeugen. Wenig Wettbewerb und dafür jede Menge kreative Showelemente zu anspruchsvoller Musik boten rund 250 Jugendliche.

So sehen Wiederholungssieger aus: Begeistert feierten die Frickinger Kids unter Leitung von Felix Lorenz ihren erneuten 1. Platz.
So sehen Wiederholungssieger aus: Begeistert feierten die Frickinger Kids unter Leitung von Felix Lorenz ihren erneuten 1. Platz. | Bild: Martina Wolters

Zuhörer wie Jungmusiker hatten gleichermaßen Spaß. Das offenbarte sich in einer fröhlichen Wohlfühl-Atmosphäre, motivierenden Transparenten und begeistertem Applaus. Nicht nur der Sieg der Lokalmatadore verlieh der Veranstaltung Partyflair.

Landrat Lothar Wölfle (rechts) betonte die Vorzüge musikalischer Jugendarbeit.
Landrat Lothar Wölfle (rechts) betonte die Vorzüge musikalischer Jugendarbeit. | Bild: Martina Wolters

Die Frickinger Mädchen und Jungen unter Leitung von Felix Lorenz ließen buchstäblich die Rakete des Abends steigen. Musikalisch ambitioniert und kreativ gemimt, setzte sie die erste Mondlandung der Apollo 11 in Szene. Mit ihrem Auftritt konnten die Vorjahressieger ihren Titel verteidigen.

Ganz knapp verpasste die Saulgauer Kapelle den ersten Treppchenplatz.
Ganz knapp verpasste die Saulgauer Kapelle den ersten Treppchenplatz. | Bild: Martina Wolters

Zwei Siege müssen genügen

Die 59-köpfige Kapelle aus Saulgau war der Frickinger Crew dicht auf den Fersen. Begeistert applaudierten die Gäste deren vermeintlichem Vorspielchaos bei einem Mix aus 28 Märschen. Scheinbar verpatzte Einsätze, fehlende oder weglaufende Musiker brachten den dirigierenden Musikdirektor Stefan Leia vorgeblich ins Schwitzen.

Der dritte Platz ging an die Jugendkapelle aus Oberteuringen, angeführt von Felix Amann.
Der dritte Platz ging an die Jugendkapelle aus Oberteuringen, angeführt von Felix Amann. | Bild: Martina Wolters

Für die Saulgauer gab es den zweiten Platz mit der Option auf einen Sieg im Folgejahr. Denn gemäß den Vorschriften des Verbands, dürfen die Frickinger nach zwei Siegen in 2020 nicht mehr antreten. Dritter wurden die Jugendlichen aus Oberteuringen mit viel Rhythmuseinsatz, Soli und Spielerwechsel bei laufendem Rock-Medley. Am gespendeten Beifall hatten sich die Erstplatzierten schon früh ausmachen lassen, trotzdem die einzelnen Musikgruppen beachtliche Fan-Gruppen dabei hatten.

Jede Menge Spaß hatten die Jungmusiker bei ihren kurzweiligen Auftritten.
Jede Menge Spaß hatten die Jungmusiker bei ihren kurzweiligen Auftritten. | Bild: Martina Wolters

Von der fünfköpfigen Jury bewertet wurden Intonation, Rhythmik, Klang oder Interpretation genauso wie die Show. Insgesamt zehn Kriterien. Die Zuhörer entschieden per Stimmkarte mit. Ihr Votum floss zu 25 Prozent in die Wertung ein. Bei der Siegerehrung ging keiner leer aus. Alle fünf teilnehmenden Kapellen feierten sich, die Musik und ihre gesponserten Preise.

Hier der Bericht vom Sieg im Jahr 2018:

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Auch die fünfköpfige Jury zeigte Freude an dem vorgestellten, musikalischen Angebot.
Auch die fünfköpfige Jury zeigte Freude an dem vorgestellten, musikalischen Angebot. | Bild: Martina Wolters