Frickingen- Auf erfrischend andere Art als gewohnt haben die 50 Aktiven und 20 Jungfeuerwehrleute um Kommandant Josef Keßler ihre ehrenamtliche Tätigkeit demonstriert.

Selber Löschen macht Spaß. Die bei der Hauptprobe anwesenden Kids bekommen Anweisung, wie ein C-Rohr zu halten und damit zu spritzen ist. Bild: Martina Wolters
Selber Löschen macht Spaß. Die bei der Hauptprobe anwesenden Kids bekommen Anweisung, wie ein C-Rohr zu halten und damit zu spritzen ist. Bild: Martina Wolters

Ganz ohne Absperrungen und ohne herbeibrausende Einsatzfahrzeuge simulierten sie einen Löschangriff in Pfarrhausnähe sowie eine technische Hilfeleistung. "Wir wollen den Leuten zeigen, was wir können, aber so vielleicht auch neue Mitglieder werben", unterstrich Kommandant Josef Keßler.

Ganz dicht dabei sind die Besucher der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Frickingen. Bild: Martina Wolters
Ganz dicht dabei sind die Besucher der Hauptübung der Freiwilligen Feuerwehr Frickingen. Bild: Martina Wolters

"Mittendrin, statt nur dabei sein" sei das Motto, betonte Moderator Andreas Abt und lud dazu ein, näher zu treten. Jeder, der wolle, dürfe an extra eingerichteten Stationen selbst Hand anlegen, versprach er. Die stattliche Zuschauermenge ließ sich das nicht zweimal sagen und rückte gespannt näher. Auch Bürgermeister Jürgen Stukle, Kreisbrandmeister Henning Nöh und der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbands Günther Laur waren darunter.

Was ist eine Riegelstellung?

Zunächst zeigen die Feuerwehrleute unter Einsatzleitung von Tobias Schulz, was zu tun ist beim Löschen eines Brandes. Bis zum Kommando "Wasser marsch", wird Wasser aus einem Hydranten entnommen und ein Verteiler mit drei Schläuchen in Stellung gebracht. Eine so genannte Riegelstellung wird aufgebaut: Will heißen, die Einsatzkräfte riegeln mit Wasser aus zwei Strahlrohren den noch nicht brennenden Bereich ab, um ein Überspringen des Feuers zu verhindern. Parallel läuft die Brandbekämpfung ab.

Schlange stehen beim Spreizbock. Bild: Martina Wolters
Schlange stehen beim Spreizbock. Bild: Martina Wolters

An einer anderen Stelle auf der Wiese an der Kirchstraße wird eine Technische Hilfeleistung gezeigt. Eine scheinbar eingeklemmte Person wird nach Sicherung der Unfallstelle betreut und mit Spreizgerät aus ihrem Fahrzeug geschnitten. Der Kreisbrandmeister nutzt die neuartige Hauptübungssituation, um den richtigen Einsatz des Rettungsgeräts vorzuführen. Die anwesenden Kids plus Eltern schauen interessiert zu. Die Jugend steht anschließend Schlange beim aufgebauten Spreizbock, um mit Schutzbrille versehen, auch einmal ein Rohrstück aus einem Blech zu schneiden. Großer Andrang herrscht auch beim Löschen. Nun hofft die Wehr, dass der eine oder andere über die Probe hinaus Interesse zeigt.

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