Rund um die St.-Martins-Kirche herrschte am frühen Samstagabend reges Treiben. Die Parkplätze in der Ortsmitte und auf der Pfarrhauswiese waren schnell besetzt. Um das festliche Gemeinschaftskonzert mit Chorgesang, Blasmusik, Orgel und Trompeten zu hören, waren zahlreiche Besucher aus Frickingen und der Umgebung gekommen.

Die 80 Mitwirkenden im Alter von zwölf bis 85 Jahren brachten zum Erntedankfest stimmlich und instrumental den Lobpreis für Gott zum Ausdruck. Hans-Peter Schütz sowie Christian Bollin und Florian Groß erfüllten den Kirchenraum mit kraftvollen Orgel- und Trompetenklängen.

Hans-Peter Schütz sowie Christian Bollin und Florian Groß sorgten für kraftvolle Orgel-und Trompetenklänge von der Empore herab.
Hans-Peter Schütz sowie Christian Bollin und Florian Groß sorgten für kraftvolle Orgel-und Trompetenklänge von der Empore herab. | Bild: Martina Wolters

Die Zuhörer genossen das rund 70-minütige, musikalisch vielfältige Konzertprogramm mit vielen Höhepunkten aus kirchlichem und weltlichem Liedgut. Wie aus einem Guss klang der fein abgestimmte Lobgesang nach Pasquale Thibaut, den Dirigent Rolf Schwab gemeinsam mit dem Kirchenchor St. Pankratius darbot. Der 18 Jahre alte Johannes von Stryk begleitete gekonnt am Clavinova: Der stimmungsvolle Chorgesang verband sich bestens mit den elektronischen Klavierklängen.

Schön anzuhören war das Gesangssolo von Magdalena Ziegler und Marita Fügner in der irisch anmutenden Volksweise von Otto Groll. Mühelos erreichten die Stimmen der beiden Sängerinnen die hohen Töne des Heimatliedes. Chorsänger Jürgen Waldvogel glänzte mit einem versetzt zu den übrigen Chorstimmen angeordneten Baritonsolo im Abschiedslied "Wenn der Tag zu Ende geht". Ein weiterer Höhepunkt bei den Chordarbietungen war das gesungene Gotteslob, das Magnificat des britischen Komponisten Alan Wilson: "Meine Seele preist die Größe des Herren" sangen die Akteure und übermittelten den Zuhörern mit ihrem Gesang ihre eigene Begeisterung für das Stück.

Beim Stück Magnificat des britischen Komponisten Alan Wilson spürten die Zuhörer die Begeisterung der Chorsänger für den besonderen Lobgesang.
Beim Stück Magnificat des britischen Komponisten Alan Wilson spürten die Zuhörer die Begeisterung der Chorsänger für den besonderen Lobgesang. | Bild: Martina Wolters

Nur knapp sieben Wochen hatten die 42 Jugendlichen aus Altheim, Frickingen und Wintersulgen Zeit gehabt, sich auf den festlichen Konzertabend vorzubereiten. Mit musikalischen Glaubensbekenntnissen nach Johann Sebastian Bach oder einem beschwingten Ave Maria No Morro zeigten sie unter der Leitung von Bruno Groß, dass man sich hier keine Sorge um den Musiknachwuchs machen muss. Die zwölf- bis 18-jährigen Jungmusiker proben seit dem vergangenen Jahr gemeinsam mit drei Dirigenten. Neben Bruno Groß sind auch Felix Lorenz und Christian Weißenrieder als Chorleiter im Einsatz.

Die Musiker der Jugendkapelle Altheim-Frickingen-Wintersulgen unter dem Dirigat von Bruno Groß überzeugten mit Bach'schen Klängen und einer rhythmischen Variante des Ave Maria.
Die Musiker der Jugendkapelle Altheim-Frickingen-Wintersulgen unter dem Dirigat von Bruno Groß überzeugten mit Bach'schen Klängen und einer rhythmischen Variante des Ave Maria. | Bild: Martina Wolters

Musikalische Höhepunkte boten die Trompeter und Orgelspieler von der Empore aus. Ein wundervolles Stück barocker Klassik spielte Hans-Peter Schütz mit einem Bach'schen Präludium an der Orgel. Zum Zurücklehnen und Träumen lud seine Interpretation des romantischen Stücks "Morgenstimmung" ein. Orgel und Trompetenklänge vermischten sich auch mit dem bekannten Louis-Armstrong-Song "What a Wonderful World" und mit einem neuzeitlichen Glaubenssong von Jonathan Cain.

Zum berührenden Schlusspunkt des Konzerts versammelten sich alle Musiker vor dem barocken Altarraum und luden das Publikum zum Mitsingen ein. Die Stimmen von Zuhörern, Kirchenchorsängern, Musikern und Solisten vereinten sich zu einem beeindruckenden Dankesgesang an Gott. Für die Musiker gab es im Anschluss den verdienten Applaus für ihre Leistung.