Animierende Kirchenmusik von 60 Mitwirkenden gefiel und weckte Musiklust bei den zahlreichen Zuhörern. Wie bei dem fest etablierten Konzerttermin üblich, waren die Kirchenbänke schon gut eine halbe Stunde vor Beginn gut gefüllt. Erwartende Ruhe mit einer Portion Vorfreude empfing die Aufführenden.

Wechsel zwischen Orgel und Tenorhorn

Orgelklänge aus einem Offertorium von Giambattista Martini, einer liturgisch-musikalischen Begleitung zur Gabenbereitung, durchbrachen die Kirchenstille. Gespannt folgten die zahlreichen Konzertgäste auch dem Wechselspiel der Tenorhornsolisten Wolfgang Groß und Christian Weissenrieder mit Organist Hans-Peter Schütz bei der Ouvertüre der Händelschen Wassermusik.

Mit Orgelklängen pur und im Dialog mit Tenorhörnern bereichern Organist Hans-Peter Schütz, Christian Weissenrieder und Wolfgang Groß (von links) das Konzerterlebnis.
Mit Orgelklängen pur und im Dialog mit Tenorhörnern bereichern Organist Hans-Peter Schütz, Christian Weissenrieder und Wolfgang Groß (von links) das Konzerterlebnis. | Bild: Martina Wolters

Segens und Lobgesänge präsentierte der Kirchenchor Sankt Pankratius Altheim unter dem Dirigat von Rolf Schwab im ersten Auftrittszyklus. Klangvoll wurden sie unterstützt von Johannes von Stryk am Klavinova und Magdalena Ziegler mit einem Klarinettensolo.

Sängerinnen aus Herdwangen mit dabei

„Der Friede des Herrn soll die Erde verwandeln“, sangen die 22 Chormitglieder, denen acht Sängerinnen aus Herdwangen zur Seite standen. Schwab leitet beide Chöre seit 37 Jahren. Seit Juli haben sie zusammen geprobt. Das Ergebnis konnte sich hören lassen. Owinger Chorsängerinnen, die zum zweiten Mal zum Festkonzert nach Frickingen gekommen waren, zeigten sich vor allem beeindruckt von dem siebenstimmig vorgetragenen Vater-unser-Gebet nach Gotthilf Fischer. Der Chorleiter führte dabei stimmlich und mit den Augen, weil er gleichzeitig sein Akkordeon bediente.

Kirchenchorleiter Rolf Schwab dirigiert nicht nur, sondern singt mit und übernimmt auch mal einen Solopart.
Kirchenchorleiter Rolf Schwab dirigiert nicht nur, sondern singt mit und übernimmt auch mal einen Solopart. | Bild: Martina Wolters

Die Jugendkapelle Altheim-Frickingen-Wintersulgen wartete derweil diszipliniert-still im Altarraum auf ihren Einsatz. Volltönend zeigten die von Bruno Groß geführten Jungmusiker dann, dass ihnen Poppiges wie die Jackson-Ballade „Heal The World“ zur Rettung der Erde am liebsten ist. Anspruchsvolles wie ein vertontes Bonhoeffer-Gedicht und Bachsche Choräle gelangen den 30 Musikern zwischen zehn und 16 Jahren trotz knapp bemessener Probezeit ebenfalls. Nicht nur ihr Dirigent zeigte sich zufrieden. Angeregt von dem Gehörten stimmte das Publikum zum Schluss gerne in das gemeinsame Schlusslied „Salve Regina“ ein.

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