Wie es das Kindergartengesetz für Baden-Württemberg (KGaG) will, hat die Gemeindeverwaltung eine Bedarfsplanung für die Kindergartenbetreuung 2018 bis 2021 in der Kommune aufgestellt und dem Gemeinderat in einer öffentlichen Sitzung präsentiert.

Kleingruppe wurde zusätzlich eingerichtet

Die gute Nachricht zuerst: Die Kinderbetreuung der Gemeinde inklusive U3-Bereich reicht zurzeit auch dank einer zusätzlich eingerichteten Kleingruppe im Katholischen Kindergarten aus und entspricht den gesetzlichen Vorgaben.

Steigende Anmeldezahlen erwartet

Nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre rechnet Hauptamtsleiter Markus Vollstädt aber wie in den Vorjahren erneut mit steigenden Anmeldezahlen durch den Zuzug nach Frickingen. Das könnte bedeuten, dass die neue Kleingruppe mittelfristig gegebenenfalls in eine Regelgruppe umgewandelt werden müsste.

Aktuell fünf Kindergartengruppen

Die Kleingruppe mit zwölf Plätzen war nach Angaben der Gemeindeverwaltung aufgrund von nicht vorhersehbaren Zuzügen in Neubaugebieten und durch hinzugekommene Flüchtlingen zum Juli 2016 zusätzlich geschaffen worden. Die bestehende Kinderbetreuungssituation insgesamt weist laut Vollstädt insgesamt fünf Kindergartengruppen auf. Sie verteilen sich auf den Katholischen Kindergarten, das Kinderhaus Altheim sowie den Waldorfkindergarten.

101 Plätze in Kindergärten

Insgesamt 101 Kindergartenplätze sind vorhanden. Für das kommende Kindergartenjahr liegen nach Angaben von Vollstädt derzeit 93 Anmeldungen vor, sodass noch Plätze für Zuziehende bereitstehen. "Die Gemeinde Frickingen verfügt nach derzeitigem Stand über eine ausreichende Anzahl an Kindergartenplätzen", resümierte der Hauptamtsleiter.

Betreuungsquote von 34 Prozent

Bei der U3-Betreuung sieht es seiner Darlegung zufolge ebenfalls noch gut aus. Der Gesetzgeber schreibt eine Betreuungsquote von 34 Prozent vor, was bei aktuell 58 Kleinstkindern 20 Plätze bedeutet. Die Quote ist gemäß Vollstädt seit der Realisierung einer zweiten Kleinkindgruppe im Juli 2016 im Katholischen Kindergarten erfüllt.

Entwicklungen der kommenden Jahre

Zum Kindergartenjahr 2018/2019 wird die Zahl der Kindergartenkinder laut Vollstädts Berechnungen nur unwesentlich zurückgehen. Im Kindergartenjahr 2019/2020 bleibe die Kinderzahl unverändert. Nach den Erfahrungen in den vergangenen Jahren geht der Amtsleiter davon aus, dass Zuzüge diese Zahlen wohl noch nach oben verändern werden.

Umwandlung in zweite Regelgruppe möglich

Das bedeute, dass derzeit noch unklar sei, ob die im Sommer 2016 eingerichtete Gruppe in den folgenden Jahren genügen wird. "Es ist im Moment noch ungewiss, ob die Kleingruppe im Katholischen Kindergarten ausreichen wird", bemerkte Vollstädt dazu. Gegebenenfalls müsse diese in eine zweite Regelgruppe umgewandelt werden. Das sei jedoch problemlos möglich. "Wir haben hier die Möglichkeit, wenn nötig, genügend Kindergartenplätze zu schaffen", unterstrich Bürgermeister Jürgen Stukle.

Trend geht zur Ganztagsbetreuung

Anders sieht es bei der U3-Betreuung aus. Zwar reicht das Platzangebot aktuell noch aus, doch der Trend gehe laut Kinderhausleitung hin zur Ganztagsbetreuung. Damit könnten mittelfristig die U3-Betreuungsplätze im Altheimer Kinderhaus nicht ausreichen und würden über die gesetzlich vorgeschriebene Betreuungsquote hinausgehen.

Möglicherweise Anpassungen erforderlich

"Da müssen wir in den nächsten Jahren eventuell reagieren", stellte der Bürgermeister in Aussicht. Das breite Öffnungsangebot der Kindergarteneinrichtungen bezeichnete er als "sehr flexibles Angebot". Der Gemeinderat nahm die dargelegte, aktuelle Bedarfsplanung zur Kenntnis.