Bürgermeister Jürgen Stukle und seine Frau Claudia haben die 400 Gäste beim Neujahrsempfang am Eingang zur Graf-Burchard-Halle per Händedruck willkommen geheißen. Der Musikverein Frickingen spielte zur Unterhaltung auf. 

Albert Mayer blickt in hintersinnigen Reimen zurück

Der „etwas andere Jahresrückblick“ von Heimatdichter Albert Mayer lockerte das Programm auf. Hintersinnig und gereimt ließ Mayer zum 20. Mal lokalpolitische Interna wie das Nein zu Spielautomaten im Gasthaus Adler oder die Doppik-Umstellung Revue passieren.

Zum 20. Mal unterhält Heimatdichter Albert Mayer mit seinem Rückblick in Reimform.
Zum 20. Mal unterhält Heimatdichter Albert Mayer mit seinem Rückblick in Reimform. | Bild: Martina Wolters

Bürgermeister zollt ehrenamtlichen Kräften Respekt

Anerkennende Worte durchzogen die Rede des Bürgermeisters zum Jahresstart 2020. Respekt zollte Jürgen Stukle den zahlreichen ehrenamtlich Tätigen innerhalb der Gemeinde, von Helferkreis Asyl über Feuerwehr bis hin zu Generation 60+. In seinen Rückblick bezog der Bürgermeister die Städtepartnerschaft mit ein, auch wenn sein Schweizer Amtskollege Daniel Suter aus gesundheitlichen Gründen beim Jahresempfang fehlte.

Die KJG profitiert von Spenden örtlicher Betriebe. Der Bürgermeister überreichte Fabian Kienzle, Sarah Mayer und Marie Schuchter als Anzahlung einen Kuchen.
Die KJG profitiert von Spenden örtlicher Betriebe. Der Bürgermeister überreichte Fabian Kienzle, Sarah Mayer und Marie Schuchter als Anzahlung einen Kuchen. | Bild: Martina Wolters

Je 575 Euro für KJG und Musikvereine

Für herausragendes Engagements in der Jugendarbeit erhielten die Katholische Junge Gemeinde (KJG) und beide Musikvereine je 575 Euro aus Spendengeldern. Die katholischen Jugendlichen wollen die Finanzspritze in ein großes Freizeitzelt investiert, die Musiker lassen den Betrag in die Jugendausbildung fließen.

Auch die Jugend der beiden Musikvereine profitiert von den betrieblichen Spenden. Christian Weissenrieder und Johannes Michel freuen sich über den essbaren Scheck.
Auch die Jugend der beiden Musikvereine profitiert von den betrieblichen Spenden. Christian Weissenrieder und Johannes Michel freuen sich über den essbaren Scheck. | Bild: Martina Wolters

Kommunen müssen Beschlüssen „von oben“ in die Tat umsetzen

Neben Lob für Mitarbeiter in der Verwaltung, Gemeinderäte und Kooperationspartner klangen auch kritischere Töne an. Bezogen auf politische Anforderungen seien Kommunen Orte der Wahrheit, weil sie die von oben beschlossenen Rechtsansprüche in die Tat umsetzen müssten, kritisierte der Bürgermeister.

Dafür sollten die Kommunen finanzielle Ausstattung erhalten

Um die vielfältigen Aufgaben anzugehen, wünschte sich Stukle eine entsprechende finanzielle Ausstattung. Als Beispiele für zu bewältigende Aufgaben nannte er neben der Doppik-Umstellung den demografischen Wandel, das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum oder die Qualität im Bildungsbereich.

Stukle bittet Abgeordnete im Publikum um Unterstützung

Mehrfach wandte sich Stukle direkt an den CDU-Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen und den FDP-Landtagsabgeordneten Klaus Hoher im Publikum und bat um Unterstützung, so zum Thema fehlender Betreuungskräfte für unter dreijährige Kinder und im Pflegesektor. Stukle erklärte, er wünsche sich mehr Engagement aller für den Klimaschutz sowie mehr Regionalität und in dem Zusammenhang mehr Achtung für die Landwirtschaft.

Beim Empfang zum Jahresanfang wurden Mehrfachblutspender geehrt. DRK-Bereitschaftsleiter Christian Knapp (Zweiter von rechts) und der stellvertretende Vorsitzende des DRK Salemertal, Johann Tum (rechts), ehrten (von links) Veronika Grundler, Daniel Sewerin, Joachim Keller, Ehrengard Weissenrieder, Hugo Heilig und Jürgen Brehm.
Beim Empfang zum Jahresanfang wurden Mehrfachblutspender geehrt. DRK-Bereitschaftsleiter Christian Knapp (Zweiter von rechts) und der stellvertretende Vorsitzende des DRK Salemertal, Johann Tum (rechts), ehrten (von links) Veronika Grundler, Daniel Sewerin, Joachim Keller, Ehrengard Weissenrieder, Hugo Heilig und Jürgen Brehm. | Bild: Martina Wolters

Bürgermeister will Tempokontrolle in der Ortsdurchfahrt

Stukle erklärt, er wolle sich für eine stationäre Tempokontrolle in der Ortsdurchfahrt einsetzen. Ende März soll die Sanierung der Kreisstraße von Frickingen nach Leustetten starten. Am Aubach-Stadion soll zum Ende der Spielsaison in Kooperation mit dem Verein FAL ein Erweiterungsbau entstehen.

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Grundschüler bereiten neues Musical vor

Als kulturelle Termine kündigte Stukle ein neues Musical der Grundschüler an, eine Wiederholung des Apfellaufs, zwei Präsentationen der Gemeinde bei der Landesgartenschau sowie das 25-jährige Bestehen des Herbstmarktes.

Bürgermeister-Stellvertreter bescheinigt Kompetenz, Fleiß und Wertschätzung

Trotz mancher Kritik erklärte Stukle, er blicke dank sehr guter Ausgangsbasis zuversichtlich auf das neue Jahr. Sein Stellvertreter Walter Städele stellte ihm im Namen des Gemeinderates ein ausgezeichnetes Zeugnis aus: „Du warst für uns ein hervorragender Bürgermeister.“ Er bescheinigt Jürgen Stukle fachliche Kompetenz, Fleiß und einen wertschätzenden Umgang mit den Mitbürgern.