Der Wirtschaftsplan 2019 für die Gemeindewerke Wasser-, Nahwärmeversorgung, Stromerzeugung und Beteiligung am Stadtwerk am See steht. Der Gemeinderat gab sein Okay zu dem von Kämmerer Florian Keller vorgelegten Zahlenwerk mit einem Volumen von gerundet 360 000 Euro im Erfolgs- und rund 630 000 Euro im Vermögensplan. Einer Kreditaufnahme in Höhe von 400 000 Euro für den Bereich Wasser stimmten die Räte auch zu. Das Darlehen soll dazu genutzt werden, Investitionen von rund 500 000 Euro in das in die Jahre gekommene Leitungsnetz sowie in Erschließungen zu finanzieren.

Schuldenstand steigt an

Der Schuldenstand steigt aufgrund der Darlehensaufnahme voraussichtlich von 1,8 Millionen Euro im Vorjahr auf 2,1 Millionen Euro. Daraus ergibt sich eine Pro-Kopf- Verschuldung von 709 Euro. Damit liegt Frickingen über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Gemeinden. Der Kämmerer unterstrich, Zins- und Tilgungsleistungen würden jeweils von den einzelnen Gemeindewerken eigenständig finanziert. In den Bereichen Beteiligung und Fotovoltaikanlage werde sogar ein Jahresgewinn erzielt.

Eigenkapitalquote von rund 35 Prozent

Außer in der Wasserversorgung geht seiner Auskunft nach der Schuldenstand zurück. Außerdem stehe den Schulden ein entsprechendes Anlagevermögen gegenüber. Die Bilanzsumme zum Jahresende 2017 bezifferte Keller mit 2,6 Millionen Euro. Die sei wiederum mit einer Eigenkapitalquote von rund 35 Prozent solide finanziert. In der Finanzplanung bis Ende 2022 ist ein Darlehen in Höhe von insgesamt 700 000 Euro für den Wasserversorgungsbereich und insbesondere für Leitungssanierung vorgesehen. So würde der Schuldenberg zum Jahresende 2022 auf 2,5 Millionen Euro anwachsen.

Wann ist Schmerzgrenze erreicht?

Michael Baader (FW) fragte nach, wie hoch die Schulden für den Zweig Wasser ansteigen dürfe und wann die Schmerzgrenze erreicht sei. Keller erklärte, die Tilgungsleistung dürfe die Abschreibung nicht überschreiten. Bürgermeister Jürgen Stukle betonte, es werde sorgfältig vorgegangen. Wassermeister Markus Unger (FW) ergänzte, auch die Hochbehälter seien teilweise sanierungsbedürftig und in die Planung mit einbezogen. Der Bürgermeister wies außerdem auf genutzte Synergieeffekte bei den umzusetzenden Maßnahmen hin.