In seiner letzten Sitzung als Vorsitzender des Gemeindeverwaltungsverbandes Eriskirch-Kressbronn-Langenargen (GVV) hat Markus Spieth noch eine Agenda mit wichtigen Entscheidungen auf dem Tisch gehabt. Einstimmig fiel die Entscheidung, den Standort Oberdorf zum Verwaltungszentrum umzustrukturieren und die erforderlichen Personalstellen auszuschreiben. "Unserer Erfahrung nach ist für Bewerbungen ab September die beste Zeit, dann könnten die neuen Mitarbeiter im Februar oder März kommenden Jahres beginnen", erklärte Spieth. Geschaffen werden sollen drei neue Stellen zu Kosten von rund 146 000 Euro pro Jahr. Damit ist der Weg frei für die Neuausrichtung des GVV.

Ebenfalls einstimmig bestätigten die GVV-Mitglieder die Neufassung der 40 Jahre alten Verbandssatzung. "Ich hoffe doch, dass diese auch wieder 40 Jahre lang hält, glaube es aber ehrlich gesagt eher nicht", so Spieth. Die neue Satzung wurde bereits vom Landratsamt geprüft. Bei einer allgemeinen Finanzprüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg im Jahr 2015 war die derzeitige Konstruktion der Verbandsverwaltung bemängelt worden und hatte somit eine Neufassung notwendig gemacht. Unter anderem deshalb, da sich sowohl die Aufgabenfelder als auch die jeweiligen Tätigkeiten verändert haben.

Abschied nehmen hieß es für GVV-Vorstand Spieth dann auch noch. Laut GVV-Satzung werden die neuen Vorsitzenden und die Stellvertreter aus Mitgliedern der Verbandsversammlung gewählt. Einstimmig votierten die Mitglieder für Achim Krafft, Bürgermeister von Langenargen als Vorsitzenden. Zum Ersten Stellvertreter wurde Kressbronns Bürgermeister Daniel Enzensperger gewählt. Zweiter Stellvertreter ist Arman Aigner, Eriskirchs künftiger Bürgermeister. Natürlich verabschiedeten die GVV-Mitglieder Spieth als Vorsitzenden gebührend. "Es ist schon bezeichnend, dass wir kurz vor Ablauf der Amtszeit noch Sitzungen haben, stellte Achim Krafft fest und dankte Markus Spieth für die Zusammenarbeit. Als Geschenk überreichten ihm die Mitglieder einen Zuschuss für die Küche in Spieths Feriendomizil in Italien. Das Geld will der leidenschaftliche Koch Spieth gleich in einen Gasherd investieren. Etwas Wehmut schwang bei Spieth mit, als er bemerkte, dass zwar im Verband viel erreicht worden sei, aber der dringend notwendige Flächennutzungsplan schon seit zehn Jahren in Arbeit sei.