Kaum war sie nach gut 40 Minuten vorbei, seine allerletzte Gemeinderatssitzung als Bürgermeister, schon musste Markus Spieth auf Anweisung seines Vizes Bernhard Vesenmayer gemeinsam mit seiner Frau Tanja in „die Zuschauerregion“, wie Vesenmayer es nannte wechseln. Spieth, inzwischen quasi ein Abschiedsprofi, nahm es gelassen. „ In mehreren Sitzungen haben wir uns darum Gedanken gemacht, was wir dir schenken können“, erzählte Vesenmayer. Er überreichte Spieth dann eine edle, mechanische Uhr. „Wir haben die Summe auch mit der Dienstaufsicht abgesprochen“, betonte Vesenmayer.

Doch kaum hatte sich Spieth bedankt, ging es weiter: „Wir wissen ja, dass du noch eine Außenstelle in Umbrien hast und für die schenken wir dir eine Eriskirch-Fahne samt Fahnenmast, den die Gemeinderäte dort errichten werden“, so Vesenmayer weiter. Das Geschenk sei aber an einen umfangreichen Vertrag mit Bedingungen geknüpft – zum Beispiel dass die Fahne immer dann zu hissen sein wird, wenn sich Besuch auch Eriskirch ankündigt. Von den Gemeinderäten zusammen bekam Spieth schließlich noch die Einladung zu einer Likörprobe samt Vesper mit allen Räten. Unter großem Applaus ging Spieth dann zum gemütlichen Teil des Abends über.