Die Zeichen stehen auf Sonne: Acht Grundstücksbesitzer in der Gemeinde wollen auf ihrem Grund und Boden Photovoltaikanlagen (PV) aufstellen. Dabei handelt es sich um Potenzialflächen, laut Gutachten dürften den Plänen keine gravierenden rechtlichen Hindernisse entgegenstehen. An drei Standorten eigneten sich die Flächen sogar sehr gut dafür, hieß es bei der Vorstellung im Gemeinderat.

Dafür braucht es jedoch eine Änderung des Flächennutzungsplans; die siebte Änderung, die der Gemeindeverwaltungsverband Markdorf beabsichtigt. Er bat um die Meldung von Flächen, die zur Erstellung eines Bebauungsplans anstehen. Zusätzlich zu den angedachten PV-Grundstücken schlug der Gemeinderat aufgrund der Empfehlung der Verwaltung die Aufnahme weiterer Flächen für die Erweiterungen des Gewerbegebiets „Ziegelei“ und des Mischgebiets in Urnau vor.

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Seit zwei Jahren sammelt die Gemeinde PV-Anträge. Aufgrund der aktuellen Anfrage einer Nachbargemeinde zur Änderung des Flächennutzungsplans werden sie nun eingereicht. „Für eine PV-Freiflächenanlage ist es immer notwendig, einen Bebauungsplan aufzustellen. Grundlage dafür ist jedoch, dass die Fläche im Flächennutzungsplan aufgeführt ist“, so Peter Nothelfer, Leiter des Hauptamts. Ob alle Anträge positiv beschieden werden, sei nicht sicher, falls eine der dazu befragten Fachbehörden eventuell Einwände habe; der Hauptamtsleiter geht jedoch von einer Befürwortung aller beantragten Flächen aus. Ob dann aber auch alle Antragsteller PV-Anlagen installieren, sei ungewiss, so Nothelfer. Denn die Aufstellung eines Bebauungsplans kostet zwischen 5000 und 10 000 Euro.

Eine PV-Freiflächenanlage ist ein fest montiertes System. Auf einer Unterkonstruktion werden die Module optimal zur Sonne ausgerichtet. Im Bodenseekreis gibt es Versuche, diese über Obstanlagen zu errichten; neben der Energiegewinnung können so die Austrocknung des Bodens und Pflanzenschäden durch zu intensive Sonnenbestrahlung verhindert werden.