In diesem Jahr jährt sich der Zusammenschluss der sechs zuvor selbstständigen Ortschaften im Deggenhausertal im Rahmen der Gemeindereform zur Gemeinde Deggenhausertal zum 50. Mal. Der anfangs etwa schleppende Verlauf des Zusammenschlusses hat über die Jahre zu einer blühenden und sich stetig weiter entwickelnder Kommune entwickelt.

Neben dem Theaterstück war der Auftakt des Dorffestes musikalisch umrahmt von der Blasmusikkapelle „Geburta Mucke“.
Neben dem Theaterstück war der Auftakt des Dorffestes musikalisch umrahmt von der Blasmusikkapelle „Geburta Mucke“. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Anlässlich des Gemeindejubiläums gibt es über das ganze Jahr immer wieder besondere Höhepunkte, die oftmals auf Initiative der Bewohner basieren. So jetzt das Dorffest im Limpach, das vom Musikverein (MV) Homberg-Limpach am Wochenende ausgerichtet wurde. Hier ist in Zusammenarbeit mit der Theatergruppe und dem MV die Idee entstanden, anstelle des sonst üblichen Summernight-Brass-Festival, den Auftakt am Samstag mit einem Theaterstück zu bestreiten.

Schon kurz vor Beginn des Theaterstücks hatten (von links) Fabian Meschenmoser, Hans-Peter Kleemann und Manfred Ströhle viel Spaß.
Schon kurz vor Beginn des Theaterstücks hatten (von links) Fabian Meschenmoser, Hans-Peter Kleemann und Manfred Ströhle viel Spaß. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Die Theatergruppe, die erstmals musikalisch von einer Abordnung des Musikvereins unterstützt wurde, begeisterte mit dem engagiert präsentierten Schwank „Nicht ganz normal“ das Publikum. Einen ganz besonderes Schmankerl hatten sich die Theaterleute einfallen lassen, als mitten in einer Szene Bauer Hanspeter Löwe (Michael Knörle) Bürgermeister Fabian Meschenmoser auf die Bühne holte.

Spontan holte Bauer Löwe (Michael Knörle, rechts) Bürgermeister Fabian Meschenmoser mitten im Stück auf die Bühne. Meschenmoser spielte ...
Spontan holte Bauer Löwe (Michael Knörle, rechts) Bürgermeister Fabian Meschenmoser mitten im Stück auf die Bühne. Meschenmoser spielte mit und hatte auch noch einen passenden Trinkspruch auf Lager. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Meschenmoser freute sich, dass das Dorffest wieder stattfindet – inklusive Theaterstück. Zu einem Trinkspruch aufgefordert skandierte Meschenmoser: „Das Tal der Liebe idyllisch und schön, kann nun seit 50 Jahr´n besteh´n. In dieser Zeit ist viel passiert und nur drei Schultes hab´n regiert“.

Die Rivalinnen Ines (Melina Gartmann, links) und Lisa (Birgit Gartmann) lieferten sich drastische Wortgefechte, die das Publikum zum ...
Die Rivalinnen Ines (Melina Gartmann, links) und Lisa (Birgit Gartmann) lieferten sich drastische Wortgefechte, die das Publikum zum Lachen brachten. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Das Publikum zeigte sich von dem Stück begeistert. „Es war sehr lustig, nett und schön, noch einmal Theater in Limpach zu erleben“, sagte Andreas Russ. Es fand es besonders gelungen, dass man Musiker in das Stück integriert hat. Es sei alles in allem ein gelungener Abend gewesen. Anita Russ ergänzte: „Das Drunter und Drüber im Stück hat einen mitgerissen und die Schauspieler haben ihre Rollen sehr gut zum Ausdruck gebracht.“ Auch der gelungene spontane Auftritt des Bürgermeisters hätte mit dafür gesorgt, dass es eine erfolgreiche Inszenierung gewesen sei.

Das Zelt in Limpach war gut besucht. Am Tisch von Anita und Andreas Russ (vorne links) sowie Irene und Hubert Hafen (vorne rechts) war ...
Das Zelt in Limpach war gut besucht. Am Tisch von Anita und Andreas Russ (vorne links) sowie Irene und Hubert Hafen (vorne rechts) war die Stimmung gut | Bild: Wolf-Dieter Guip

Theater-Manager Manfred Ströhle zieht folgendes Fazit: „Für uns war es der perfekte Abend. Toll inszeniert, super Stimmung und sehr viele von Herzen lachende Menschen, was genau das Richtige in dieser Zeit ist.“ Es gab gute Volksmusik und eine ländliche Atmosphäre gegeben. Viele Dorfbewohner waren da und ein gut aufgelegter Bürgermeister sowie ein gut gespielter Bauernschwank. „Das kommt der Heimat schon sehr nahe“, sagt Ströhle. Besonders auffallend seien der Spaß und die Begeisterung der Spieler gewesen, was auch auf das Publikum übergesprungen sei. Die Theatergruppe sei für neue Ideen offen, so Manfred Ströhle.

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