Wie kleinen Kindern das Thema Ostern vermitteln? Diese Frage stellen sich Erzieherinnen des Kindergartens Deggenhausen mit Blick auf die Feiertage. Nach einigem Beratschlagen die zündende Idee: Es werden 25 befruchtete Hühnereier besorgt. „Die haben wir von Oma Erika von Ow und von Oma Lieselotte Haag bekommen“, erzählt Erzieherin Anna-Lena Haag. Die Eier werden in einen Brutkasten gelegt, bei 37 Grad Celsius gewärmt und regelmäßig gewendet.

Video: Ganter, Toni

In der Raupen-Gruppe die tägliche Frage: „Wann schlüpfen die denn, die Küken?“ Ein Geduldsspiel, das für die Mädchen und Jungen gefühlte Ewigkeiten dauert. Mit Zeitangaben wie Tagen oder Wochen können die Zwei- bis Fünfjährigen schließlich noch wenig anfangen. Mit einer Lampe werden die Eier dann und wann durchleuchtet, um das jeweilige Entwicklungsstadium zu beobachten. Um das für alle anschaulich zu machen, hängt ein Blatt an einer Wand.

Bild: Ganter, Toni

Eines Tages – nach 21 Tagen, um genau zu sein – ist es endlich so weit. Das erste Küken schlüpft und bekommt den Namen Rocky. Nach und nach folgen weitere. Woran die Kinder das erkennen? „Die bewegen sich, die Eier! Die haben gewackelt!“

Bild: Kindergarten
Video: Ganter, Toni

Dass man für die Küken Verantwortung übernehmen und sie betreuen muss, wird natürlich auch vermittelt. Was ist denn so zu tun? „Die brauchen Futter. Und man muss die Kiste sauber machen“, rufen die Kleinen durch den Raum. Die Kiste ist ein Gehege en miniature, mitsamt kükengerechter Wärmeplatte, die die Familie Leopold ausgeliehen hat.

Bild: Ganter, Toni

Was die Kinder der altersgemischten Gruppe natürlich auch gleich erkannt haben: „Die sind nicht alle gelb... Nein... Da gibt‘s auch dunkle.“

Klar dürfen die Küken ab und zu mal gestreichelt werden. Tja, und dann kann‘s auch passieren, dass man zurückzuckt, weil man von den Winzlingen gepickt werden könnte.

Video: Ganter, Toni

Und wie geht‘s weiter, nachdem alle Küken geschlüpft sein werden und größer sind? „Mindestens bis 20. Mai bleiben die Tiere im Kleingehege mit der Wärmeplatte“, sagt Anna-Lena Haag. „Eine kleine Hütte wird zum Hühnerstall umfunktioniert und auf dem Gelände des Kindergartens wird ein Stück eingezäunt“, blickt Kollegin Elke Schnell voraus.

Bild: Ganter, Toni
Das könnte Sie auch interessieren