Am 22. März ist der neue Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Deggenhausertal gewählt worden. Trotz Corona-Pandemie war die Wahlbeteiligung mit 20,7 Prozent recht gut. Als Folge der Pandemie konnte der neue Rat erst jetzt das erste Mal unter Einhaltung der Abstandsregeln im Feuerwehrgerätehaus in Wittenhofen tagen. Die 20 gewählten Mitglieder werden die nächsten fünf Jahre das Geschehen in der Seelsorgeeinheit mitbestimmen und begleiten. Was bewegt die Gläubigen, sich auch in den Verwaltungsbereich der katholischen Kirche in Deggenhausertal einzubringen?

Dritte Amtszeit als Pfarrgemeinderat

Lothar Reichle aus Deggenhausen.
Lothar Reichle aus Deggenhausen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Bereits in dritter Amtszeit ist Lothar Reichle im Pfarrgemeinderat: „Als meine Kinder in der Schule waren und meine Tochter die Erstkommunion hatte, habe ich mir überlegt, dass man sich in der Kirche engagieren sollte. Ich war zunächst als Kommunionsvater Betreuer und habe mich dann in den Pfarrgemeinderat wählen lassen.“ Er wuchs in Kappel auf und war dort schon in den 1960er Jahren Ministrant. Damals seien die Gebete noch in lateinischer Sprache gesprochen worden, er habe sie vom Blatt abgelesen; später lernte Lothar Reichle in der Schule Latein.

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Engagement in schwieriger Zeit

Inge Bentele aus Obersiggingen.
Inge Bentele aus Obersiggingen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Zum ersten Mal wurde Inge Bentele aus Obersiggingen gewählt: „Ich war schon im Gemeindeteam aktiv und habe dort geholfen.“ Gerade jetzt sei es auch für die Kirche eine schwierige Zeit und man müsse sich dafür engagieren. Die Kirche vor Ort sei im Dorf noch wichtiger, als die große Kirche.

Enge Beziehung durch Nähe zur Kirche

Petra Thomas aus Urnau.
Petra Thomas aus Urnau. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Ebenfalls neu im Gremium ist Petra Thomas aus Urnau, die immer gern etwas Neues ausprobiert: „Die Kinder sind jetzt groß und da kann ich auch mal was für mich tun.“ Auch wohne sie in der Nähe der Kirche in Urnau und habe daher eine enge Beziehung zur Kirche.

Schon in der Kinderkirche aktiv

Doro Störck aus Roggenbeuren.
Doro Störck aus Roggenbeuren. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Doro Störck aus Roggenbeuren engagiert sich in vielen Bereichen: „Ich habe früher schon Kinderkirche gemacht und als Andreas Russ mich gefragt hat, ob ich nicht für den Pfarrgemeinderat kandidieren möchte, habe ich zugesagt.“

Wunsch, Verantwortung zu übernehmen

Samuel Rist aus Harresheim.
Samuel Rist aus Harresheim. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Samuel Rist aus Harresheim, das zur Pfarrgemeinde Roggenbeuren gehört, möchte sich für die Kirche engagieren und Verantwortung übernehmen.

Für Kirche vor Ort einbringen

Armin Längle aus Obersiggingen.
Armin Längle aus Obersiggingen. | Bild: Wolf-Dieter Guip

Ebenfalls neu im Pfarrgemeinderat und mit 25 Jahren jüngstes Mitglied ist Armin Längle: „Mir ist wichtig, mich für Kirche vor Ort einzubringen, und deshalb habe ich mich gern zur Wahl gestellt, als man mich gefragt hat.“ Eingangs der Sitzung hatte Pfarrer Jürgen Schmidt in seinem geistlichen Impuls einen Text vorgetragen, den er zusammenfasste: „Wir sollen nicht auf die große Kirche schauen, sondern auf die Kirche vor Ort.“

Im Rahmen der Sitzung wurde der Vorsitzende des Pfarrgemeinderats bestimmt. Hier wurde Andreas Russ aus Wittenhofen einstimmig gewählt, der dieses Amt bereits in der Vorperiode innehatte, ebenso wie sein Stellvertreter Josef Schmidmeister aus Urnau.

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