Tier und Mensch fühlen sich gleichermaßen wohl auf dem Gelände von Cornelia und Arno Schroff in Wattenberg. Jedes Lebewesen hat freien Zugang, da es keinen Zaun gibt. Eine intakte Lebensgemeinschaft für Tier und Mensch zu bieten, ist auch die Absicht der beiden Naturliebenden, als sie vor 30 Jahren begannen, nach dem Hausbau seine elterliche Nebenerwerbslandwirtschaft zu einem Platz für alle umzumodeln; ein steter Prozess.

Video: Christiane Keutner

Cornelia und Arno Schroffs Tipps für den Garten

Tierliebe merken Besucher auf Schritt und Tritt

Auf Schritt und Tritt begegnet man der Tierliebe der beiden: Vogelfutterhäuschen und Nistkästen baumeln in den Bäumen, acht Katzen, drei aus dem Tierschutz, aalen sich auf Stühlen und im Gras, streifen durch Hecken. Die zwei Malteser tollen über den Rasen, über dem Garten pfeifen Raubvögel. Eidechsen sonnen sich auf Steinen. Blindschleichen, Molche und Salamander fühlen sich hier wohl, Bienen wohnen im eigenen Hotel. Sie, Schmetterlinge und weitere Insekten, schwirren um die extra gesäte bunte Blütenwiese.

Hier fühlen sich auch Zweibeiner äußerst wohl. Cornelia und Arno Schroff sind gerne und beliebte Gastgeber.
Hier fühlen sich auch Zweibeiner äußerst wohl. Cornelia und Arno Schroff sind gerne und beliebte Gastgeber. | Bild: Christiane Keutner

Mitbringsel aus Urlauben bereichern den Garten

Der viele Platz mit dem großen Bestand an (Obst-)bäumen alter Sorten, etwas abgeschieden in Alleinlage, bedingt einen intensiven Einklang mit der Natur. Und er bietet genug Raum für Kreativiät. Hier lebt sich Cornelia Schroff aus, die viel gärtnerisches Talent von ihren Eltern geerbt hat. Gewächse aus deren „kleinen Mainau„ gedeihen nun in Wattenberg. Pflanzen-Mitbringsel sowie Muscheln und Steine von Urlaubsreisen verbreiten mediterranes Flair. Es sind oft Geschenke von Einheimischen, zu denen sie Kontakt suchen, um das Land besser kennenzulernen.

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Gartensteckbrief: Alles was Sie über diesen Garten wissen müssen

  • Größe: ein Hektar mit 300 bis 500 Pflanzen.
  • Lieblingspflanzen: Sie: Rosen und Lavendel. Er: Rosen und Zypressen
  • Tiere: Zwei Malteser, Gina, neun Jahre, und Beppo, fünf Jahre. Acht Katzen, Kois, einheimische Fische, Igel, Insekten, Amphibien; Vögel, Eichhörnchen, Dachse, Rehe und Wildschweine am Waldrand.
  • Besonderheit: Die Lage. Meditations-, Ruhe- und Kraftort. Abwechslung, Weitläufigkeit, man ist in Bewegung. Bestes Mittel gegen Depressionen. Stärkung der Immunkraft.
  • Was wir mögen: Sie liebt Geräte mit Akkus und Rasenmähen mit dem Traktor, er alle Arbeit mit Maschinen sowie Nichtstun bei einem Glas Wein.
  • Was sie nicht mögen: Sie: Unkraut jäten und Nacktschnecken. Er: Teich ausräumen.
  • Lieblingsort: Sie: Die Chillzone mit Blick ins Tal. Er: Teich und Bachlauf, bewegtes Wasser im Einklang mit den Fischen.
  • Liebstes Werkzeug: Sie: Alles mit Akku: Säge, Heckenschere, Rasentrimmer, Laubbläser. Er: Traktor.
  • Teuerste Anschaffung: Zwei Traktoren und Rasenmäher mit Anhänger.

Kaum eine Ecke, in der man nicht ein putziges Accessoire entdeckt, wie die Wasserwanne mit Bade-Entchen und Fröschen, und ein kluger oder lustiger Spruch hängt. Ihr Humor zeigt sich auch im getöpferten Straußenkopf mit Federkleid aus buschigem Rotahorn. Wert legen sie auch auf „Nichtperfektionismus“.

Kois widerspiegeln asiatische Lebensphilosopie

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Handzahm sind die orangen und silber-weißen Kois, die im selbst ausgehobenen Lehmteich blubbern, und der auch ihre asiatische Lebensphilosophie widerspiegelt. Entspannen kann Arno Schroff auch an seinem Kraftort unter dem alten Birnbaum mit Blick ins Tal und zu den Alphornklängen des Nachbarn.

Gemüse- und Kräutergarten erweitert

Aus einer alten Euro-Palette wurde ein witziger Blumenkasten.
Aus einer alten Euro-Palette wurde ein witziger Blumenkasten. | Bild: Christiane Keutner

Erweitert haben sie ihren Selbstversorger-Gemüse- und Kräutergarten, ein Ergebnis von Corona. Vieles gibt es noch zu entdecken wie Hochbeet und Chill-Ecke aus Euro-Paletten oder den Werkzeugkasten mit Leitspruch zu Genuss. Den findet man in jedweder Form auf dem weitläufigen Gelände.

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Seele baumeln lassen: Arno Schraff an seinem Kraftort unterm alten Birnbaum mit Blick ins Tal. An seiner Seite die Malteser Beppo und Gina.
Seele baumeln lassen: Arno Schraff an seinem Kraftort unterm alten Birnbaum mit Blick ins Tal. An seiner Seite die Malteser Beppo und Gina. | Bild: Christiane Keutner