Sechs Personen haben beim Start am Dienstagabend die Möglichkeit zum Corona-Test in der Alfons-Schmidmeister-Halle genutzt. Am Donnerstag kamen bereits 14 Bürger von Deggenhausertal zum Test. „Wir gehen davon aus, dass sich das Angebot herumspricht und sich bald mehr Leute testen lassen“, sagt DRK-Bereitschaftsleiter Josef Bentele.

Kommunale Corona-Teststelle in der Alfons-Schmidmeister-Halle in Wittenhofen: Josef Bentele, Bereitschaftsleiter des DRK Deggenhausertal, ist vor Ort.
Kommunale Corona-Teststelle in der Alfons-Schmidmeister-Halle in Wittenhofen: Josef Bentele, Bereitschaftsleiter des DRK Deggenhausertal, ist vor Ort. | Bild: Claudia Wörner

Insgesamt 13 Mitglieder des DRK Deggenhausertal seien für die Abnahme der Tests geschult worden und wüssten ganz genau, wie sie das Teststäbchen in die Nase einzuführen haben. „Das ist kein Hexenwerk“, sagt Bentele.

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Bedenken um die eigene Sicherheit im kommunalen Testzentrum hat Bentele nicht: „Wir assistieren bereits seit Monaten bei den Tests im Pflegeheim.“ Das Infektionsrisiko sei in einem Supermarkt bestimmt größer.

Freiwillige Feuerwehr übernimmt administrative Aufgaben

Wer sich in Deggenhausertal testen lassen möchte, meldet sich telefonisch bei der Gemeinde für einen Termin an. „Das läuft im Fünf-Minuten-Takt. Wir haben eine Liste und nehmen die Leute am Eingang der Halle in Empfang“, berichtet Josef Schmidmeister von der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Deggenhausertal sind für Organisation und Administration rund um die Corona-Tests in Wittenhofen zuständig.
Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Deggenhausertal sind für Organisation und Administration rund um die Corona-Tests in Wittenhofen zuständig. | Bild: Claudia Wörner

Vier bis fünf Kameraden seien pro Abend im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehöre auch, den Personen das Testergebnis mitzuteilen und das entsprechende Papier auszuhändigen.

Testabnahme in Schutzkleidung

So sieht es auch seine Kollegin Christine Sewerin, die am Donnerstagabend in einem Umkleideraum Corona-Tests abnahm. „Die Schutzkleidung ist sehr warm, aber die Sicherheit geht vor“, sagt sie zu ihrer Montur mit Mund-Nasen-Schutz und Visier.

In Schutzkleidung, mit Mund-Nasen-Schutz und Visier fühlt sich Christine Sewerin vom DRK bei der Testung der Bürger von Deggenhausertal sicher.
In Schutzkleidung, mit Mund-Nasen-Schutz und Visier fühlt sich Christine Sewerin vom DRK bei der Testung der Bürger von Deggenhausertal sicher. | Bild: Claudia Wörner

Die Tests nehme sie grundsätzlich von der Seite ab, falls doch mal jemand niesen muss.

Testergebnis ist nur eine Momentaufnahme

Zu Sewerins Probanden gehörte Manuel Haag, der am Sonntag die Gemeinde bei der Landtagswahl als Wahlhelfer unterstützt. Eigentlich könne er sich zusammen mit den anderen Wahlhelfern bei einem Extratermin am Samstag testen lassen. „Aber da habe ich eine Online-Schulung“, so Haag. Er sei sich darüber bewusst, dass das Testergebnis nur eine Momentaufnahme ist. „Deshalb werde ich bis Sonntag alle Kontakte meiden.“

Testung durch Christine Sewerin vom DRK Deggenhausertal: Als Wahlhelfer möchte Manuel Haag am Sonntag auf der sicheren Seite sein.
Testung durch Christine Sewerin vom DRK Deggenhausertal: Als Wahlhelfer möchte Manuel Haag am Sonntag auf der sicheren Seite sein. | Bild: Claudia Wörner

Der Test selbst – Manuel Haag kam schon öfter in den „Genuss“ – sei zwar ein wenig unangenehm, aber kein Problem. „Man braucht davor absolut keine Angst zu haben“, macht er Mut. Im Gegenteil – hinterher könne man sich über eine freie Nase freuen. „Mir ist einfach wichtig, dass ich für Sonntag auf der sicheren Seite bin und ein gutes Gefühl habe“, sagt er zu seiner Motivation.

Nach einer guten Viertelstunde steht das Testergebnis fest

Mit Mindestabstand warten die Leute nach dem Corona-Test in der Halle auf ihr Ergebnis. An den ersten beiden Abenden waren alle Ergebnisse glücklicherweise negativ.

Warten auf das Testergebnis: Eine gute Viertelstunde müssen sich die Männer und Frauen nach dem Abstrich gedulden.
Warten auf das Testergebnis: Eine gute Viertelstunde müssen sich die Männer und Frauen nach dem Abstrich gedulden. | Bild: Claudia Wörner

Hildegard und Volker Kreidewolf wohnen gegenüber der Alfred-Schmidmeister-Halle. „Wir wollten einfach mal wissen, wie der Test funktioniert und die Möglichkeit nutzen“, sagt Hildegard Kreidewolf während sie auf ihr Ergebnis wartet.

Zum ersten Mal beim Corona-Test: Hildegard und Volker Kreidewolf aus Wittenhofen nutzen das kostenlose Angebot.
Zum ersten Mal beim Corona-Test: Hildegard und Volker Kreidewolf aus Wittenhofen nutzen das kostenlose Angebot. | Bild: Claudia Wörner

Während sie das Stäbchen in der Nase als unangenehm empfunden hat, hatte ihr Mann kein Problem. „Ich würde nächste Woche wieder kommen“, sagt er.

Testmöglichkeit sorgt für mehr Sicherheit

Auch für Yvonne Bosch aus Untersiggingen ist es der erste Corona-Test. „Die Oma lebt bei uns im Haus, mein Chef ist über 70 und mein Kind ist im Kindergarten“, erzählt die 42-Jährige. Von daher freue sie sich über die Test-Möglichkeit vor Ort in der Gemeinde.

Es hat nur ein wenig in der Nase gekitzelt: Yvonne Bosch aus Untersiggingen kann sich gut vorstellen, das Testangebot erneut zu nutzen.
Es hat nur ein wenig in der Nase gekitzelt: Yvonne Bosch aus Untersiggingen kann sich gut vorstellen, das Testangebot erneut zu nutzen. | Bild: Claudia Wörner

„Das gibt mir einfach mehr Sicherheit.“ Den Test selbst habe sie sich viel schlimmer vorgestellt. „Es hat nur ein wenig gekitzelt“, beschreibt sie ihre Erfahrung.

Angebot ist nur durch Einsatz der Ehrenamtlichen zu stemmen

Zufrieden mit dem Start des kommunalen Testzentrums ist Bürgermeister Fabian Meschenmoser. „Der Aufbau in der Halle mit Einbahnsystem, Tests in den Umkleiden und dem Wartebereich in der Halle war relativ einfach.“ Dankbar ist er den Freiwilligen von DRK und Feuerwehr. „Ohne den Einsatz der Ehrenamtlichen wäre das kostenlose Testangebot nicht zu stemmen“, betont Meschenmoser.

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Ausgerichtet seien die bis zu drei Teststationen aktuell für 216 Tests pro Woche an den drei Abenden à zwei Stunden. „Falls der Bedarf steigt, könnten wir aber pro Abend noch eine Stunde anhängen“, erklärt der Bürgermeister.