Nach in den vergangenen Jahren erfolgten Arbeiten an Gebäude, Außenfenstern und Innenräumen steht jetzt eine Erneuerung der sanitären Anlagen an, zumal diese nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Weiterhin wurde bei der Reparatur eines Rohrbruchs an der Heizung festgestellt, dass die Rohrleitungen in einem sehr schlechten Zustand und somit weitere Rohrbrüche wahrscheinlich sind.

Aktuell wird der Kindergarten durch einen Boiler mit Heizstab elektrisch beheizt. Deshalb ist es den Ratsunterlagen zufolge erforderlich, die Heizungsanlage einschließlich Heizungsverteilung zu erneuern. Dies ergebe auch in energetischer Hinsicht eine deutliche Verbesserung. Durch die geplanten Vorkehrungen wird ein Betreuungsraum entfallen. Als Ausgleich soll deshalb zudem ein Anbau geschaffen werden, in dem Platz für einen Atelierraum ist.

Den vorgesehenen Arbeiten liegt eine Kostenschätzung in Höhe von knapp 200.000 Euro zugrunde, was im Haushalt der Gemeinde für das laufende Jahr eingeplant ist. Hierzu wurde ein Ausgleichsstockantrag gestellt. Gebaut werden soll von Juli bis September. So können die Kinder, die während der Bauzeit im Dorfgemeinschaftshaus untergebracht werden sollen, viel im Freien sein und außerdem ist der Kindergarten im Sommer für drei Wochen geschlossen.

Ob auch die alten Heizkörper ausgewechselt werden sollen, wollte Gemeinderat Manuel Haag (CDU) wissen. Tobias Müller vom Architekturbüro MMP erklärte: „Die alten Heizkörper sind sehr massiv und haben einen hohen Wärmeabstrahlungswert, neue sind da nicht besser.“ Elfriede von Ow-Haag (CDU) stellte fest, dass der Kindergarten in Limpach immer sehr sparsam gewesen sei. Deshalb schlug sie vor, den als Atelierraum geplanten Bereich deutlich zu vergrößern, damit auch die Erzieherinnen etwas Platz für ihre persönlichen Dinge bekommen. Bisher müssten diese im Raum der Kindergartenleitung untergebracht werden.

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In die Ausschreibung wird nach Ratsbeschluss aufgenommen, dass der Atelierraum vergrößert und der Heizraum verlegt werden sollen. Weiterhin wurde entschieden, als Heizsystem eine Brennstoffzellen-Heizung einzuplanen. Diese hatte Bürgermeister Fabian Meschenmoser statt einer Gastherme vorgeschlagen. Die Idee kam bei den Gemeinderäten gut an, zumal Meschenmoser argumentierte, dass die Gemeinde aus Umweltgesichtspunkten hier eine Vorreiterrolle einnehmen solle.

Angesprochen wurden außerdem eine Generalsanierung des Kindergartens unter energetischen Gesichtspunkten und mögliche Unsicherheiten bezüglich des Flachdachs des Kindergartens. Darauf bezogen sagte Wolfgang Rößler (Freie Wähler): „Wir sollten uns an die Vorschläge der Verwaltung halten, alles andere sind Visionen.“