Von den sieben Baugesuchen, die im Gemeinderat behandelt wurden, erwiesen sich sechs als unproblematisch. Diskussionsbedarf gab es beim Antrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Einliegerwohnung und Doppelgarage in Deggenhausen. Er war mit vier Befreiungen vom Bebauungsplan, der 1967 erstellt worden war, verbunden.

Drei Befreiungen werden schnell befürwortet

Der Standort „Auf dem Berg“ befindet sich in Hanglage. Die Verwaltung schlug vor, folgenden Befreiungen zuzustimmen: eine 38 Grad Dachneigung statt 30 Grad und der Einbau von zwei Zwerchgiebeln, die einem anderen Bauherrn in diesem Gebiet bereits genehmigt worden waren. Desweiteren zwei Vollgeschosse statt dem vorgeschrieben einen mit Hinblick auf ähnliche Genehmigungen und der erwünschten Nachverdichtung. Schließlich der Überschreitung der Baugrenze.

Geplante Mauer stellenweise bis zu 4,20 Meter hoch

Knackpunkt war jedoch der Antrag auf eine bis zu 3,40 Meter hohe Stützmauer. Damit möchte der Bauherr die vorgeschriebene Abtragung einer Böschung im Sichtdreieck an der Landesstraße abfangen. Mit der 80 Zentimeter hohen Stützwand ergebe sich dann stellenweise eine Höhe von bis zu 4,20 Metern, so Hauptamtsleiter Peter Nothelfer. Der Antragsteller will sie in Naturstein anlegen und begrünen. Die Mauer sei sehr dominant, so Wolfgang Rößler, FW, der keine wesentliche Verbesserung durch eine Bepflanzung oder durch eine eventuelle Verschiebung der Garage sah. Claudius Keller, CDU, hatte mit einer begrünten Mauer kein Problem. Rüdiger Emrich, FW, aber. Jeder, der sich hier ein Grundstück kaufe, müsse sich der Hanglage bewusst sein, meinte er und gab zu bedenken, dass monumentale Mauern das Ortsbild und die Nachbarn stören könnten. Deshalb war er für eine niedrigere Höhe und Begrünung. „Wenn etwas wächst, muss es gepflegt werden und das ist in dieser Höhe eine Herausforderung“, gab Markus Rief, FW, zu bedenken.

Kompromiss: Stützwände maximal 2,50 Meter hoch

Schließlich beschloss das Gremium auf Vorschlag von Bürgermeister Fabian Meschenmoser einstimmig einen Kompromiss: Zu den oben genannten Befreiungen dürfen die Stützwände maximal 2,50 Meter hoch sein, die Natursteinmauer muss begrünt und in Naturstein gestaltet werden.

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